Schweizer Anleger halten sich zurück

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch etwas schwächer notiert. Der Leitindex SMI notierte mit 8427 Punkten um 0,3 Prozent tiefer als am Vortag.
11.01.2017 17:30
Schweizer Börse SIX in Zürich.

Firmenspezifische Impulse sind nach wie vor dünn gesät. Auch wurden keine wichtigen Konjunkturzahlen veröffentlicht. In der kommenden Woche füllt sich der Terminkalender dann allmählich mit Bilanzterminen. "Bis dahin dürften Analystenkommentare einen starken Einfluss haben", sagte ein Händler.

Die Standardwerte notierten mehrheitlich fester. Gebremst wurde der Anstieg von Kursabschlägen bei den als krisensicher geltenden Pharma-Schwergewichten. Novartis und Roche büssten 1,3 und 1,1 Prozent ein. Credit Suisse senkte für beide Titel das Kursziel und stufte Novartis auf "Neutral" von "Outperform" zurück. Die Roche-Empfehlung lautet weiterhin auf "Outperform". Auch die Aktie des Übernahmeziel Actelion gaben 1,2 Prozent nach.

Ebenfalls schwächer notierten die Anteile des Zementkonzerns LafargeHolcim und des Vermögensverwalters Julius Bär.

Die Aktien von Nestle schlossen mit Unterstützung durch eine Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung der UBS unveränder. Auch ABB profitierten von einer Brokerstudie und kletterten um 2,8 Prozent auf 22,67 Franken. Merrill Lynch hob die Empfehlung auf "Buy" von "Neutral" an und erhöhte das Kursziel auf 26,50 von 22 Franken. Zudem angelte sich der Elektrotechnikkonzern in den USA einen Auftrag über 100 Millionen Dollar.

Die Anteile von Givaudan rückten nach dem kräftigen Minus am Vortag 0,8 Prozent vor.

Die Aktien von Richemont schlossen am Tag vor der Veröffentlichung der Umsatzzahlen für das wichtige Weihnachtsquartal unverändert. Analysten erwarten leicht höhere Verkaufserlöse. Die Titel von Rivale Swatch machten anfängliche Einbussen mehr als wett und stiegen um 0,5 Prozent.

Uneinheitlich zeigten sich die Bankaktien: Die Titel der Grossbank UBS waren um 0,2 Prozent höher und die der Credit Suisse rückten 0,8 Prozent vor. Die Aktien von GAM Holding fielen nach einer Verkaufsempfehlung von RBC um drei Prozent. Die Vontobel-Anteile sanken leicht. Die Versicherungswerte tendierten meist etwas höher.

Dottikon setzt Höhenflug fort

Am breiten Markt setzten die Aktien der Chemiefirma Dottikon ihren Höhenflug fort und schnellten 15,9 Prozent hoch. Die Kurs, der sich 2016 mehr als verdoppelt hatte, ist seit Jahresanfang bereits um mehr als ein Fünftel gestiegen.

Die Titel von Bossard rückten um 1,7 Prozent vor und notieren knapp unter ihrem Rekordhoch. Der Schraubenhändler will am Donnerstag die Umsatzzahlen 2016 veröffentlichen.

Die Aktien von Partners Group stiegen um 0,5 Prozent und notierten ebenfalls nur wenig unter dem Rekordhoch. Der Asset-Manager will am Donnerstag über die Entwicklung der verwalteten Vermögen informieren.

Die Anteile von Evolva büssten 1,7 Prozent auf 0,57 Franken ein. Credit Suisse hat die Empfehlung auf "Neutral" von "Outperform" zurückgenommen und das Kursziel auf 0,57 von 0,95 Franken gesenkt. Der Hersteller von Nahrungsmittelzusätzen hatte am Dienstag eine Umsatzwarnung für das vergangene Jahr abgegeben, worauf der Kurs um ein Viertel eingebrochen war.

(Reuters)