Aktien Schweiz - Der SMI klettert zwischenzeitlich auf ein Jahreshoch

Die Schweizer Börse ist am Montag im Fahrwasser anziehender Kurse an der Wall Street zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 13 Monaten gestiegen.
13.02.2017 17:45
Am Tag vor der Ergebnispräsentation gefragt: die Credit-Suisse-Aktie.
Am Tag vor der Ergebnispräsentation gefragt: die Credit-Suisse-Aktie.
Bild: Bloomberg

Das Geschäft verlief laut Händlern ruhig. Im Verlauf habe der Anstieg an Breite gewonnen. Besonders gefragt waren dabei die Aktien der Credit Suisse. Die Grossbank legt am Dienstag ihren Jahresabschluss vor.

Der SMI fällt bis Handelsschluss wieder zurück und schliesst noch um 0,1 Prozent höher auf 8463 Zähler. Die zwischenzeitlich 8490 Punkte markieren den höchsten Stand seit Mitte Januar 2016. Sollte es dem SMI gelingen, sich über 8500 Zählern zu etablieren, sei ein Anstieg in Richtung 9000 Zähler möglich, sagt ein Börsianer. Sollte er an dem Widerstand scheitern, könnte der SMI auf 8200/8300 zurückfallen.

Die Stimmung sei positiv, sagen Händler und verweisen auf die Gewinne an der Wall Street und in Fernost. Die Anleger seien wegen des als harmonisch wahrgenommenen Treffens des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe mit US-Präsident Donald Trump am Wochenende zuversichtlich. "Zudem zeigt der tiefe Stand des Volatilitätsindex, dass die Anleger momentan sehr entspannt sind", sagt ein Händler. Das Angstbarometer der Börse notiert derzeit bei gut 12 Punkten - so tief wie seit Sommer 2015 nicht mehr.

Spannung vor Rede Fed-Chefin

Wegen der Anhörung von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen vor dem US-Kongress am Dienstag und Mittwoch wollten sich die Marktteilnehmer aber nicht zu weit auf die Äste hinauswagen, sagen Händler. Von der Fed-Chefin erhofften sie sich Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik.

Zudem sei die Bilanzsaison 2016 bisher ein guter Jahrgang. Im Fokus der Anleger stehen in der aktuellen Woche die Ergebnisse der Grossbank Credit Suisse am Dienstag und des Nahrungsmittelriesen Nestlé am Donnerstag. Zudem veröffentlichen zahlreiche klein- und mittelgrosse Firmen ihre Geschäftszahlen im Lauf der Woche.

Die Aktie der Credit Suisse dreht nach frühen Einbussen mit 1,1 Prozent nach oben in die Gewinnzone. Der Anteil von Rivalin UBS kann frühe Einbussen nicht mehr wettmachen. Analysten erwarten bei der CS einen Verlust im vierten Quartal von gut zwei Milliarden Franken.

Die Assekuranztitel erholten sich im Verlauf ebenfalls. Gegen den allgemeinen Trend notieren Swiss Re eine Spur leichter.

Actelion-Zahlen von untergeordnetem Interesse

Ebenfalls am Dienstag veröffentlicht das Übernahmeziel Actelion den Jahresabschluss. Dabei dürften die Zahlen keine grosse Beachtung mehr finden. Der US-Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson will die Biotechfirma für rund 30 Milliarden Dollar übernehmen. Die Aktie ist um 0,3 Prozent höher.

Actelion hat den 2015 begonnenen Rückkauf eigener Aktien über eine zweite Handelslinie abgeschlossen. Insgesamt wurden 7,7 Millionen Titel oder 6,8 Prozent des Kapitals zu durchschnittlich 136,52 Franken erworben.

Die als wenig konjunkturanfällig geltenden Pharma-Schwergewichte Roche und Novartis sind gut gehalten. Novartis tritt auf der zweiten Linie der Schweizer Börse weiterhin aktiv als Käuferin eigener Aktien auf. Die Nestlé-Aktie, ein weiteres Schwergewicht, sinkt um 0,2 Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen legen meist zu. ABB, Adecco, Clariant und Lafarge-Holcim werden um bis zu gut 1 Prozent höher bewertet.

Gesuchte Comet-Aktien nach starken Jahreszahlen

Am breiten Markt verbuchen die Comet-Aktien nach wie vor starke Nachfrage. Die Anleger honorieren den Rekordgewinn von Comet mit einem Kursplus von 4,8 Prozent. Die Technologiefirma steigerte den Überschuss auf 27,5 Millionen Franken.

Die Aktie von Implenia gewinnt 0,3 Prozent. Der Baukonzern hat in Norwegen einen Strassen- und Tunnelauftrag mit einem Volumen von umgerechnet rund 38 Millionen Franken gewonnen.

Gewinnmitnahmen drücken die Aktien von AMS um 2,5 Prozent. Der Titel des Sensorenherstellers war in der Vorwoche nach Vorlage eines besser als erwarteten Ergebnisses um rund ein Drittel gestiegen.

Die Aktien von Valiant sinken um 2,3 Prozent. Die Regionalbank legt am Mittwoch den Jahresabschluss vor.

Die Aktien von Bossard, Bucher, Coltene, Dormakaba und Ems-Chemie verbuchen neue Mehrjahreshöchstwerte.

(Reuters)