Aktien USA - Anleger setzen auf Trump-Boom: Wall Street im Rekordfieber

Die Hoffnung auf ein amerikanisches Wirtschaftswunder hat weitere Anleger zum Einstieg in die New Yorker Börsen ermuntert.
13.02.2017 22:30
Hoffnungsvolle Tage an der Wall Street.
Hoffnungsvolle Tage an der Wall Street.
Bild: freeimages.com

Dabei übersprang der Börsenwert aller 500 im S&P-Index notierten Werte am Montag erstmals die Marke von 20 Billionen Dollar. Das ist mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung der USA. Die Ankündigung US-Präsident Donald Trumps "phänomenaler" Erklärung zur Steuerpolitik halle nach, sagte Kathleen Brooks, leitende Analystin des Brokerhauses City Index. "Dies signalisiert, dass die Finanzmärkte Trump trotz der Kontroversen, die er seit seinem Amtsantritt ausgelöst hat, weiterhin einen Vertrauensvorschuss gewähren." Details zu seinen Steuerplänen hat der US-Präsident bislang nicht genannt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 20'412 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2328 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 5763 Punkte. Alle drei Marktbarometer markierten neue Rekordstände. Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com traut den US-Börsen bis zu einem grösseren Rücksetzer weitere Kursgewinne von bis zu 7 Prozent zu.

Banken als mögliche Hauptprofiteure - Aktien gefragt

Getragen wurde die Rally unter anderem von den US-Banken, die als Haupt-Profiteure eines US-Wirtschaftsbooms gelten. Citigroup, Goldman Sachs, Wells Fargo, Morgan Stanley und J.P. Morgan gewannen bis zu 2,3 Prozent.

Bei den Einzelwerten gehörte die Kaufhauskette Macy's zu den Gewinnern, deren Aktienkurs um fast 2 Prozent zulegte. Vorausgegangen war eine Analyse von Barron's, wonach der Kurs um bis zu 50 Prozent zulegen könne, sollte Macy's sich von Läden trennen und die Erlöse in den Ausbau des Online-Geschäfts stecken.

Die Titel des "Ratiopharm"-Produzenten Teva sprangen 5,6 Prozent in die Höhe. Ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren steigerte der israelische Stada-Rivale den Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 1,38 von 1,28 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Überschuss von 1,35 Dollar je Aktie gerechnet.

Staatsanleihen geben vor Yellen-Rede nach

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1766 Werte legten zu, 1166 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1640 im Plus, 1177 im Minus und 241 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben im Vorfeld einer Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen im Bankenausschuss des US-Senats nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 98-12/32. Die Rendite stieg auf 2,434 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 15/32 auf 99-11/32 und rentierte mit 3,034 Prozent. (Büro New York; geschrieben von Birgit Mittwollen; redigiert von Andreas Kenner; bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1232 oder 030-2888 5168)

(Reuters)