Aktien USA - US-Börsen realisieren wieder neue Rekorde

Neue Zinssignale der US-Notenbank und ein versöhnlicher Kongress-Auftritt von Präsident Donald Trump haben die Wall Street auf Rekordstände getrieben.
01.03.2017 22:30
Höher und höher: Ein Händler an der Wall Street feiert die neuen Rekordstände.
Höher und höher: Ein Händler an der Wall Street feiert die neuen Rekordstände.
Bild: Bloomberg

Der Dow Jones sprang am Mittwoch erstmals über die Marke von 21'000 Punkten. Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Banken und Industrieunternehmen.

Trump lieferte in seiner Rede vor beiden Parlamentskammern zwar keine Details zu seinen Steuer- und Konjunkturplänen, bekräftigte aber seine wirtschaftsfreundliche Haltung und schlug gemässigte Töne an. "Trump gab sich sehr präsidial", sagte der Geschäftsführer des Finanzhauses Janly Capital, Andre Bakhos. "Die Art, wie er die Botschaft seiner Rede herüberbrachte, stimmt die Anleger optimistisch." Ausserdem deute die Aussicht auf höhere Zinsen auf einen Aufschwung hin. Hinzu kam eine Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM), die ein überraschend starkes Wachstum der Industrie zeigt.

An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im März auf fast 70 Prozent taxiert, nach zuletzt 30 Prozent, wie Daten von Thomson Reuters ergaben. Auslöser waren Äusserungen von führenden Fed-Vertretern. So sagte Notenbank-Mitglied William Dudley am Dienstag, die Argumente für steigende Zinsen seien nach der Präsidentenwahl im November viel überzeugender geworden.

Der Dow Jones ging 1,5 Prozent höher bei 21'115 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 1,4 Prozent auf 2395 Zähler vor. Im Verlauf übersprang er erstmals die Marke von 2400 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 5904 Punkte. S&P und Nasdaq markierten zum Schluss Rekordstände.

Gesuchte Finanzwerte

An der Wall Street kauften Anleger insbesondere Finanztitel. Sie spekulieren darauf, dass höhere Zinsen die Gewinnaussichten der Banken verbessern. Bank of America kletterten um 3,6 Prozent, Goldman Sachs um 1,9 Prozent und Citigroup um 2,9 Prozent. Industriewerte stiegen im Schnitt um 1,6 Prozent.

Auf der Gewinnerseite standen ferner Lowe's mit einem Plus von 9,5 Prozent. Die Baumarktkette erfreute die Börse mit einer optimistischen Umsatzprognose.

Unter Druck standen hingegen Palo Alto, die 24 Prozent abrutschten. Die Gewinn- und Umsatzziele des Cybersicherheits-Spezialisten lagen unter den Markterwartungen.

Staatsanleihen geben nach

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,04 Milliarden Aktien den Besitzer. 2015 Werte legten zu, 971 gaben nach, und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Milliarden Aktien 2169 im Plus, 711 im Minus und 183 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben in Erwartung einer baldigen Zinserhöhung nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 28/32 auf 98-5/32. Die Rendite stieg auf 2,46 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-25/32 auf 98-27/32 und rentierte mit 3,06 Prozent.

(Reuters)