Aktien USATrumps Steuerversprechen treibt US-Börsen auf Rekordhoch

Die Hoffnung auf eine baldige US-Unternehmenssteuerreform hat die Wall Street am Freitag angetrieben. Präsident Donald Trump hat angekündigt, binnen Wochen eine wichtige Erklärung zur Steuerpolitik abzugeben.
10.02.2017 22:40
Wieder neue Höchststände: Händler an der Wall Street feiern den Freitag.
Wieder neue Höchststände: Händler an der Wall Street feiern den Freitag.
Bild: Bloomberg

Das liess Spekulationen auf einen weltweiten Wirtschaftsboom wieder aufflammen - auch wenn Trump keine Details nannte. Präsidialamtssprecher Sean Spicer sagte allerdings, Trumps Pläne würden umfassend sein. Sie sollten den Unternehmen Anregungen zur Schaffung neuer Stellen geben und das Wachstum der US-Wirtschaft ankurbeln. Dass der Präsident bei den Steuern schnell zur Sache kommen wolle, gefalle Investoren, sagte Uriel Cohen von Alpine Global.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent fester bei 20'269 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,4 Prozent auf 2316 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,3 Prozent auf 5734 Stellen. Alle drei Indizes markierten Höchststände. Sie haben seit Trumps Wahl im November in Erwartung eines staatlichen Konjunkturprogramms kräftig zugelegt. Für die abgelaufene Woche ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,0 Prozent, für den S&P von 0,8 und für die Nasdaq von 1,2 Prozent.

Wenig Beachtung fanden an der Börse unerwartet schwache Konjunkturdaten. Die Kauflaune der US-Konsumenten trübte sich wenige Wochen nach Trumps Amtsantritt stärker ein als erwartet.

Twitter-Aktie lässt weiter Federn

Unter Druck standen Aktien von Twitter, die nach dem Kurseinbruch vom Vortag weitere 5 Prozent nachgaben. Mehrere Broker-Häuser stuften die Papiere zurück. Der Kurznachrichtendienst hatte für das abgelaufene Quartal enttäuschende Umsatzzahlen vorgelegt.

Gefragt waren hingegen Papiere von Sears, die 25 Prozent zulegten. Der angeschlagene Detailhändler kündigte an, seine Schulden und Rentenverpflichtungen in diesem Jahr um mindestens 1,5 Milliarden Dollar abzubauen.

Activision Blizzard verteuerten sich um 19 Prozent. Der Videospiele-Hersteller setzte mehr um als erwartet und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.

Uneinheitliche Tendenz bei Staatsanleihen

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 2129 Werte legten zu, 821 gaben nach, 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1890 im Plus, 923 im Minus und 257 unverändert.

US-Staatsanleihen tendierten uneinheitlich. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 2/32 auf 98-19/32. Sie rentierten mit 2,408 Prozent. Die 30-Jährigen stiegen um 17/32 auf 99-29/32 und hatten eine Rendite von 3,004 Prozent.

(Reuters)