Aktien USA - US-Börse nimmt Yellen-Rede zu Zinserhöhung verhalten auf

Die US-Börsen haben sich zum Wochenausklang kaum verändert präsentiert.
03.03.2017 22:30
Kleine «Denkpause» nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen: Händler an der Wall Street am Freitag.
Kleine «Denkpause» nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen: Händler an der Wall Street am Freitag.
Bild: Bloomberg

Zwar erholten sich die Kurse am Freitag kurz, nachdem Fed-Chefin Janet Yellen in einer mit Spannung erwarteten Rede eine Bereitschaft zur Zinserhöhung im März signalisierte. Kurz darauf notierten sie jedoch wieder um ihren Vortagesschluss herum. Ein Reuters-Bericht über eine Einigung zwischen Peugeot und GM zum Kauf von Opel liess die Aktie des US-Konzerns steigen.

Der Dow-Jones-Index trat zuletzt bei 21'005 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2383 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 5870 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 0,9 Prozent, den S&P ein Aufschlag von 0,7 Prozent und den Nasdaq eine Zunahme um 0,4 Prozent.

Zinserhöhung im März «wahrscheinlich angemessen»

Eine Zinsanhebung Mitte März sei unter gewissen Bedingungen "wahrscheinlich angemessen", erklärte Yellen. Sie nannte als Voraussetzung, dass sich der Arbeitsmarkt und die Inflation weiter in die von der Fed gewünschte Richtung bewegten. Zugleich machte sie deutlich, dass die Fed 2017 die Zinszügel voraussichtlich stärken anziehen werde als in den beiden Vorjahren, als sie jeweils nur einen Schritt nach oben unternahm.

Yellens Rede war an den Märkten weltweit mit Spannung erwartet worden. Am Markt werde inzwischen damit gerechnet, dass die Fed bereits Mitte März diesen Schritt wage, sagte Währungsstratege Sean Callow von der Bank Westpac vor der Ansprache. Die Wahrscheinlichkeit dafür wurde vor Yellens Rede an den Finanzmärkten auf 74 Prozent taxiert, Anfang der Woche lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.

Snap auch am Tag zwei nach Börsenstart auf Höhenflug

Bei den Einzelwerten legte GM um 1,2 Prozent zu. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider berichtet, Peugeot habe sich mit dem US-Konzern auf den Kauf von Opel geeinigt.

Die Aktie des Snapchat-Betreibers setzte an ihrem zweiten Handelstag ihren Höhenflug fort: Snap-Titel lagen 10,7 Prozent im Plus. Der Messaging-Dienst hatte am Donnerstag einen Traumstart an der Wall Street hingelegt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1484 Werte legten zu, 1417 gaben nach und 170 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1393 im Plus, 1436 im Minus und 221 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten leicht zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 2/32 auf 97-31/32. Die Rendite sank auf 2,4816 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 6/32 auf 98-19/32 und rentierte mit 3,0713 Prozent.

(Reuters)