Aktien USA - US-Börsen nehmen Rekordjagd wieder auf

Die US-Börsen haben sich am Dienstag behauptet. Nachdem zuletzt mögliche Auswirkungen der Politik von US-Präsident Donald Trump im Mittelpunkt gestanden haben, konzentrieren sich Anleger wieder auf die Quartalsbilanzen.
07.02.2017 22:40
Wieder mal neue Rekordstände bei Dow Jones und Nasdaq: Händler an der Wall Street freuen sich am Dienstag.
Wieder mal neue Rekordstände bei Dow Jones und Nasdaq: Händler an der Wall Street freuen sich am Dienstag.
Bild: Bloomberg

Hier werden für das abgelaufene Vierteljahr im Schnitt Gewinnzuwächse von 8,1 Prozent erwartet. Das wäre das kräftigste Plus seit neun Quartalen. Ein Rückgang der Ölpreise machte jedoch einen Teil der Kursgewinne zunichte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 20'090 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2293 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 5674 Punkte. Im Verlauf markierten Dow Jones und Nasdaq mit 20'155 und 5689 Zählern jeweils Bestmarken.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von Emerson Electric um mehr als 4 Prozent. Der Mischkonzern präsentierte Zahlen, die besser als erwartet waren und hob seine Jahresprognosen an.

Enttäuschendes Quartal schickt Kors-Aktie auf Talfahrt

Umgekehrt lief es bei Michael Kors: Bei dem Hersteller von Designer-Handtaschen lief das Quartal enttäuschend, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde gekappt. Die Aktie verlor rund 11 Prozent.

Auch mit General Motors ging es begrab, die Aktie brach fast 5 Prozent ein. Die Opel-Mutter musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Im Zuge des Ölpreisrückgangs gaben die Aktien der Energiekonzerne Exxon Mobil und Chevron jeweils rund 1 Prozent nach.

Euro gibt gegenüber dem Dollar nach

Aus Furcht vor einem Zerfall der Euro-Zone verkauften Anleger den Euro. Er verbilligte sich um mehr als einen halben US-Cent auf 1,0691 Dollar. "Statt sich über die guten Quartalszahlen der Unternehmen und das solide Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone zu freuen, müssen sich Anleger auf noch mehr Ungewissheit einstellen", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1324 Werte legten zu, 1599 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1169 im Plus, 1637 im Minus und 248 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 96-20/32. Die Rendite sank auf 2,3894 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 19/32 auf 97-7/32 und rentierte mit 3,0171 Prozent.

(Reuters)