Aktien USA - Nervöse Anleger: US-Börsen schliessen uneinheitlich

Die US-Börsen haben am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin machten Anleger nervös.
23.02.2017 22:30
Wie und wann soll die Steuerreform kommen? Verunsicherter Händler an der Wall Street am Donnerstag.
Wie und wann soll die Steuerreform kommen? Verunsicherter Händler an der Wall Street am Donnerstag.
Bild: Bloomberg

Dieser kündigte zwar eine Steuerreform noch vor der Sommerpause des US-Kongresses im August an. Doch Details liess er in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC weiter offen. "Es sieht so aus, als ob die Reform später als gedacht kommen wird", sagte ein Händler in London.

Zudem rätselten Anleger weiter über den Zeitpunkt der nächsten US-Zinserhöhung. Auch die Fed-Führungsriege ist sich den Protokollen der jüngsten Sitzung zufolge uneins über die Auswirkungen der geplanten Konjunkturprogramme von US-Präsident Donald Trump. Den Experten der Essener National-Bank zufolge ist eine US-Zinserhöhung im März derzeit unwahrscheinlich. Investoren sehen die Chance hierfür bei 22 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 20’810 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 2363 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,4 Prozent auf 5835 Punkte.

Weniger Dessous verkauft - Modekonzern-Aktie bricht ein

Bei den Einzelwerten brachen die Aktien des Modekonzerns L Brands knapp 16 Prozent ein. Seine Dessous der Marke Victoria's Secret waren zuletzt weniger gefragt.

Auf den Verkaufslisten standen auch die Anteilsscheine von Nvidia. Sie brachen über 9 Prozent ein, nachdem mehrere Broker die Aktien des Speicherchipkonzerns zum Verkauf empfohlen hatten.

Tesla tauchen wegen befürchtetem neuem Kapitalbedarf

Die Anteilsscheine von Tesla liessen mehr als 6 Prozent Federn. Der Elektroautobauer sieht sich für den Beginn der Massenfertigung seiner neuen Model-3-Reihe bis September in der Spur. Allerdings kamen am Markt Befürchtungen auf, dass das US-Unternehmen dafür erneut Kapital aufnehmen muss.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1566 Werte legten zu, 1361 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1146 im Plus, 1695 im Minus und 222 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 11/32 auf 98-28/32. Die Rendite sank auf 2,3773 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhe sich um 13/32 auf 99-22/32 und rentierte mit 3,0151 Prozent.

(Reuters)