Aktien USAWall Street legt nach Rekordjagd Verschnaufpause ein

An den US-Börsen haben die Anleger am Donnerstag eine Verschnaufpause eingelegt. Zunächst stieg die Wall Street geringfügig und markierte den sechsten Handelstag in Folge neue Rekordstände.
16.02.2017 22:30
Nach Rekordhoch am Mittwoch Einbruch am Donnerstag: die «Ketchup»Aktie von Kraft Heinz.
Nach Rekordhoch am Mittwoch Einbruch am Donnerstag: die «Ketchup»Aktie von Kraft Heinz.
Bild: Bloomberg

Dann drehte sie leicht ins Minus, um am Ende fast unverändert zu schliessen. Kursverluste gab es vor allem bei Aktien aus der Banken- und der Gesundheitsbranche. Börsianer warten auf die von US-Präsident Donald Trump versprochene Steuerreform. Die Pläne könnten sich auf bestimmte Wirtschaftsbereiche massiv auswirken, sagte Anlagestrategin Tracy Maeter von J.P. Morgan Private Bank. Dies habe zu einer "kleinen Atempause" am Markt geführt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 20'619 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 notierte zuletzt bei 2347 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging kaum verändert bei 5814 Punkten aus dem Handel.

Im Blick der Börsianer standen Cisco, die 2,4 Prozent anzogen. Der Netzwerkausrüster übertraf mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen.

Ketchup-Aktie bricht nach Gewinnmitnahmen ein

Die Titel des Ketchupherstellers Kraft Heinz sackten dagegen 4,2 Prozent ab. Anleger nahmen Gewinne mit, nachdem der Konzern einen überraschend hohen Gewinn vorgelegt und die Aktie am Mittwoch ein Rekordhoch markiert hatte.

Einen Kurseinbruch gab es bei Avon. Der Börsenwert des Kosmetikherstellers schrumpfte um fast 19 Prozent zusammen. Das Unternehmen gab erneut einen Quartalsverlust bekannt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1257 Werte legten zu, 1668 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1238 im Plus, 1607 im Minus und 218 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren angesichts des Dollar-Rückgangs als sicherer Hafen gesucht. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 17/32 auf 98-10/32. Die Rendite fiel auf 2,443 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 31/32 auf 99-6/32 und rentierte mit 3,042 Prozent.

(Reuters)