US-Börsen - Wall Street uneinheitlich - Ölpreis gibt nach

Die US-Börsen haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Nasdaq ein kleines Plus verbuchen konnte, ging es bei den Standardwerten bergab.
08.03.2017 22:39
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

Hier lastete der Rückgang der Ölpreise auf Energietiteln. Die Abschläge konnten im Dow-Jones-Index nicht durch Kursgewinne unter anderem bei Bankpapieren ausgeglichen werden. Finanzwerte waren gefragt, da sie von einem Zinsschritt der US-Notenbank Fed profitieren könnten. Eine Anhebung der Zinsen in der kommenden Woche erschien wahrscheinlicher, weil aktuelle Arbeitsmarktdaten deutlich besser als erwartet ausfielen.

Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 20.855 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,2 Prozent auf 2363 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,1 Prozent auf 5837 Zähler. Der Dax in Frankfurt legte minimal zu auf 11.967 Punkte.

Nach Daten des Arbeitsvermittlers ADP haben US-Privatunternehmen im Februar 298.000 neue Stellen und damit weit mehr Jobs geschaffen als prognostiziert. Anleger warten nun auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag. Er dürfte Aufschlüsse geben, wie zügig und wie oft die US-Notenbank Fed dieses Jahr die Zinsen anheben könnte.

Die Ölpreise gingen nach einem überraschenden Anstieg der US-Lagerbestände auf Talfahrt: Ein Barrel der Sorte Brent kostete mit 53,21 Dollar 4,9 Prozent weniger. US-Rohöl verbilligte sich sogar um 5,3 Prozent auf 50,28 Dollar.

Der Preisverfall lastete auf dem Kurs von Energiekonzernen: Exxon-Papiere gaben 1,8 Prozent, Chevron-Titel fast zwei Prozent nach.

Die Papiere des Dow-Schwergewichts Caterpillar verloren 2,8 Prozent. Die "New York Times" hatte berichtet, dem Baumaschinenhersteller werde in einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht Steuerbetrug vorgeworfen.

Anteilsscheine von Urban Outfitters gaben um 2,6 Prozent nach. Analysten hatten sich negativ zu den Geschäftszahlen der Modekette geäußert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 794 Werte legten zu, 2167 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1163 Titel im Plus, 1688 im Minus und 224 unverändert.

Die Aussicht auf eine Zinserhöhung ließ die Renditen an den US-Kreditmärkten in die Höhe schießen. Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben um 12/32 auf 97-11/32 nach und rentierten mit 2,5560 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 20/32 auf 97-06/32 ein und hatten eine Rendite von 3,1456 Prozent. 

(Reuters)