Für Kettensägen-Angreifer ist Untersuchungshaft beantragt worden

Der 51-Jährige, der am Montagvormittag in Schaffhausen mit einer Kettensäge zwei CSS-Mitarbeiter verletzt hat, soll in Untersuchungshaft. Die Schaffhauser Staatsanwaltschaft hat einen entsprechenden Antrag ans Zwangsmassnahmengericht gestellt.
27.07.2017 15:54

Zudem wurde das Strafverfahren gegen den Mann eröffnet, wie die Schaffhauser Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehrfache strafbare Handlungen gegen Leib und Leben vor und weist darauf hin, dass die Unschuldsvermutung gelte.

Der Ball liegt nun bei der Schaffhauser Staatsanwaltschaft und es gelte das Untersuchungsgeheimnis, wie es weiter heisst. Weitere Auskünfte gibt es deshalb vorerst nicht.

Der 51-Jährige wurde nach intensiver und aufwändiger Suche am Dienstagabend in Thalwil ZH - rund 60 Kilometer vom Tatort entfernt - verhaftet. Wie und warum er dahin gelangte, ist nach wie vor unklar. Auch über das Motiv ist noch nichts bekannt.

Der Mann hatte die CSS-Mitarbeiter am Montag gezielt angegriffen. Einer von ihnen wurde dabei schwer verletzt und musste operiert werden. Sein Kollege konnte das Spital kurz nach dem Angriff bereits wieder verlassen. Zwei weitere Personen erlitten einen Schock. Eine fünfte Person wurde zudem beim Polizeieinsatz leicht verletzt.

Trotz sofortigem Grossalarm und der Absperrung der Altstadt gelang dem Mann, der von der Polizei als gefährlich und psychisch auffällig beschrieben wurde, die Flucht. Bei seiner Verhaftung hatte er zwei geladene Pistolenarmbrüste und zwei angespitzte Holzstücke dabei.

Gegenwehr leistete er aber nicht: Er liess sich widerstandslos festnehmen und verhielt sich "anständig und kooperativ". Die entscheidenden Hinweise, die zur Festnahme führten, kamen aus der Bevölkerung.

(SDA)