Massgeblich für den Preisanstieg von Gold seien die Zinserwartungen an die US-Notenbank, sagte Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Aktuell werden an den Finanzmärkten keine weiteren Zinsanhebungen durch die Federal Reserve erwartet. Vielmehr setzen viele Marktteilnehmer bereits auf erste Zinssenkungen im kommenden Jahr, wenn mit einer wirtschaftlichen Abschwächung gerechnet wird.
Mit der Erwartung perspektivisch fallender Leitzinsen gewinnt Gold an Glanz. Denn das Edelmetall ist mit einem Malus behaftet: Im Gegensatz etwa zu festverzinslichen Wertpapieren wirft Gold keine laufenden Erträge ab. Sinken die Zinserwartungen, wird auch der Nachteil fehlender Zinserträge kleiner - und Gold gewinnt unter Anlagegesichtspunkten an Attraktivität./bgf/he
(AWP)