Dazu will GSK innerhalb von zehn Geschäftstagen ein öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Stammaktien zu einem Stückpreis von 124 US-Dollar unterbreiten. Der gesamte Wert der Transaktion belaufe sich auf rund 10,6 Milliarden Dollar (9,2 Mrd Euro), teilte GSK am Dienstag mit. Den Angaben zufolge entspricht die Offerte einem Aufschlag von 26 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 30 Kalendertage.
Den Zukauf wollen die Briten hauptsächlich aus neuen und bestehenden Kreditlinien sowie mit vorhandenen Barmitteln finanzieren. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden.
GSK setzt mit der Übernahme seinen Kurs fort, das Krebsgeschäft durch gezielte Zukäufe auszubauen. Mit der Akquisition des Unternehmens aus Boston stärkt der Pharmakonzern seine Onkologie-Pipeline um mehrere zielgerichtete Krebstherapien. Im Fokus stehen vor allem die Wirkstoffkandidaten Neladalkib und Zidesamtinib zur Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenarzinoms (NSCLC), wobei die Studien an beiden Mitteln sich bereits in fortgeschrittenen Entwicklungs- oder Zulassungsphasen befinden. Beide Mittel hätten Blockbuster-Potenzial mit einem Umsatz von mehreren Milliarden und könnten bei Zulassung durch die US-Arzneibehörde FDA schon in diesem Jahr auf den Markt kommen, hiess es.
Der Zukauf soll den bereinigten Gewinn je Aktie von GSK im laufenden Jahr und bis 2028 um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz verwässern. An seiner Prognose für 2026 hält das GSK-Management aber fest. Ab 2027 soll sich Nuvalent positiv auf den Umsatz und den bereinigten operativen Gewinn auswirken.
(AWP)

