Hausfrauendasein immer weniger gefragt

Die Hausfrau droht zum Auslaufmodell zu werden. Zwischen 2010 und 2016 ist die Zahl der Frauen, die sich hauptsächlich Haushalt und Familie widmen, erneut stark zurückgegangen.
23.05.2017 13:33

Gaben 2010 noch knapp 43 Prozent der weiblichen Nichterwerbspersonen zwischen 25 und 64 Jahren als Hauptaktivität Hausfrau an, so sank dieser Wert bis 2016 auf 35 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. In den letzten 20 Jahren hat sich der Anteil der Hausfrauen beinahe halbiert.

Der Anteil der Frauen in Ausbildung und der Rentnerinnen an den Nichterwerbspersonen blieb von 2010 bis 2016 weitgehend stabil. Hingegen gingen immer mehr Frauen einer Erwerbstätigkeit nach oder auf Stellensuche. 2016 zählten fast 80 Prozent der 25- bis 64-Jährigen weiblichen Geschlechts zu dieser Gruppe, gegenüber 75 Prozent sechs Jahre zuvor.

Bei den Männern gibt es keine grösseren Veränderungen punkto Arbeitsmarktbeteiligung. Mit 88 Prozent übertrifft ihre Erwerbsquote diejenige der Frauen weiterhin deutlich, und der Anteil der Hausmänner bleibt mit 3 Prozent klein. Tendenziell ist er sogar leicht rückläufig.

Unverändert hoch bleibt die Bedeutung der Teilzeitjobs bei den Frauen. Von ihnen arbeiten nach wie vor lediglich vier von zehn Vollzeit. Bei den Männern sind es mehr als acht von zehn, wobei gemäss BFS der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen mit einem Beschäftigungsgrad von 50 bis 89 Prozent von Jahr zu Jahr leicht ansteigt.

Nur ganz langsam und unstetig wächst die Frauenquote in den Führungsetagen. 2016 erreichte der Anteil der Frauen in Unternehmensleitungen oder mit Vorgesetztenfunktion aber immerhin den bisherigen Höchstwert von 35,8 Prozent.

(SDA)