Hobby-Bienenzüchter sollen ihr Handwerk fundiert erlernen

Schweizer Imker und Imkerinnen, die zumeist hobbymässig Bienen züchten, sollen eine fundierte Ausbildung erhalten. Der Dachverband Apisuisse, der die Interessen von rund 19'000 Imkern vertritt, gründet deshalb die "Imkerbildung Schweiz GmbH".
26.06.2017 11:25

Die Bienenzucht in der Schweiz habe in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt, heisst es in einer Mitteilung des Bienenzüchter-Dachverbands Apisuisse vom Montag. Das Interesse sei anhaltend gross, Kurse würden gut besucht. Eine fundierte, schweizweit etablierte Ausbildung ist eine der wichtigsten Bestrebungen von Apisuisse.

Krankheiten, Parasiten, der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und fehlende Blütenvielfalt machten die Bienenzucht anspruchsvoll. Es brauche gut ausgebildete Imkerinnen und Imker.

Der Hauptzweck der "Imkerbildung Schweiz GmbH" ist die Durchführung des Lehrgangs zur Imkerin/zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis. Die Ausbildung startete 2014 in der deutschen und 2016 in der französischen Schweiz. Die ersten Klassen werden 2018 ihre Ausbildung abschliessen.

Das Angebot geniesst laut Apisuisse in allen Regionen grosses Interesse. Laut dem Dachverband wird die Imkerei in der Schweiz grossmehrheitlich als Hobby betrieben. Im Durchschnitt pflegen die Imkerinnen und Imker etwa zehn Völker. Rein zahlenmässig scheine die Bienenzucht gesichert.

Laut Apisuisse sollte "eine minimale Ausbildung als Vorgabe zur Haltung von Honigbienen vorgeschrieben werden". Dies wäre eine wichtige Massnahme zum Wohl der Bienen, nebst der Erhaltung und Förderung der Blütenvielfalt sowie dem Schutz von Lebensräumen für Wildbienen, heisst es.

Schon seit einigen Jahren bietet Apisuisse auch einen Bienengesundheitsdienst an. Dieser ist in der Bildung und Beratung tätig. Unterlagen in Deutsch, Französisch und Italienisch dienen als Basis für Aus- und Weiterbildungen, aber auch als Hilfsmittel für die einzelnen Imker.

(SDA)