IAEA-Chef bescheinigt Iran Umsetzung des Atomabkommens

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dem Iran erneut die volle Umsetzung des Atomabkommens bescheinigt. Die Überwachung der Nuklearanlagen der Islamischen Republik funktioniere reibungs- und lückenlos.
23.11.2017 11:45

Dies betonte IAEA-Chef Yukiya Amano am Donnerstag vor dem Gouverneursrat der UNO-Organisation in Wien. "Die Behörde hatte Zugang zu allen Orten, die wir aufsuchen wollten", sagte Amano vor Vertretern aus 35 Staaten.

Damit widersprach der IAEA-Chef in aller Deutlichkeit den Vorwürfen von US-Präsident Donald Trump über Schwächen bei der Kontrolle des Abkommens. Trump hatte den Deal von 2015 vielfach scharf kritisiert. Die US-Regierung behält sich deshalb einen Ausstieg aus diesem Abkommen zur Rüstungskontrolle vor. Andere Unterzeichner wie Russland, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland versuchen, das Abkommen durch diplomatische Anstrengungen zu retten.

Laut Vereinbarung muss der Iran für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch beschränken, um keine Atomwaffe bauen zu können. Dafür wurde die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt.

(SDA)