Inflation in Euro-Zone zieht vor EZB-Sitzung kräftig an

Vor der ersten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr ist die Inflation so kräftig gestiegen wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr.
18.01.2017 11:01
Am Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Am Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Bild: Pixabay

Die Konsumentenpreise zogen im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,1 Prozent an, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde eine Schätzzahl bestätigt. Noch im November lag die Teuerungsrate bei lediglich 0,6 Prozent. Der kurzfristige Inflationsschub geht maßgeblich auf den Ölpreisanstieg zurück: Die Kosten für Energie legten im Dezember zum Vorjahr um 2,6 Prozent zu. Auch Dienstleistungen sowie Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich mit 1,3 beziehungsweise 1,2 Prozent deutlich.

Trotz des Anstiegs ist die Teuerung immer noch niedriger als von der Europäischen Zentralbank (EZB) angepeilt, die am Donnerstag zur nächsten Zinssitzung zusammenkommt. Sie strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als ideal für die Konjunkturentwicklung gilt. Seit März 2015 pumpen die EZB und die nationalen Notenbanken monatlich Milliarden in das Bankensystem, um die Konjunktur anzukurbeln und das unerwünscht niedrige Preisniveau anzuheben. Sie verlängerten das Programm jüngst bis Ende Dezember 2017, wodurch das Gesamtvolumen der Käufe auf 2,28 Billionen Euro ansteigt.

(Reuters)