Insektizid-Rückstände auch bei Importeiern im Schweizer Handel

Bei Eier-Lieferungen aus den Niederlanden in die Schweiz sind positive Rückstände des Insektizids Fipronil festgestellt worden. Das meldet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Freitagabend.
04.08.2017 18:33

Gefunden wurden die Rückstände des Insektizids im Rahmen von Selbstkontrollen von Schweizer Eier-Importeuren, heisst es in der Mitteilung. Das Ausmass werde mit den kantonalen Vollzugsorganen und den Importeuren abgeklärt.

Fest steht, dass Eier aus sieben niederländischen Betrieben auch in Verkaufsregale von hiesigen Detailhändlern gelangt seien, schreibt das BLV. Es empfiehlt, die betroffenen Eier aus dem Verkauf zurückzuziehen.

Coop hat denn auch vorsorglich die importierten Eier, die der Händler unter der Marke Prix-Garantie anbietet, für den Verkauf gesperrt. Doch: "Nach dem aktuellsten Kenntnisstand sind diese importierten Eier nicht betroffen", sagte Sprecher Ramón Gander auf Anfrage.

Aufgrund der bisher gefundenen Werte sei für Konsumentinnen und Konsumenten "nicht von einer Gesundheitsgefährdung auszugehen", heisst es beim BLV.

Der Einsatz des Insektizids Fipronil ist in der Schweizer Landwirtschaft seit 2014 verboten. Es gebe keine Hinweise, dass das Insektizid in Schweizer Hühnerbetrieben eingesetzt worden sei.

(SDA)