iPhone X soll Apple-Kassen zum Klingeln bringen

Zehn Jahre nach dem ersten iPhone rechnet Apple dank seines Jubiläumsmodells mit einem glänzenden Weihnachtsgeschäft. Der Umsatz soll im Schlussquartal zwischen 84 und 87 Milliarden Dollar liegen. Am Freitag bringt Apple sein bisher teuerstes Smartphone in den Handel.
03.11.2017 07:12

In der Schweiz kostet das iPhone X, das erstmals über eine Gesichtserkennung verfügt, mindestens 1199 Franken.

Der Preis scheine Kunden kaum abzuschrecken, sagte Gartner-Analyst Brian Blau. Obwohl die Geräte auch in der Schweiz offiziell in den Handel kommen, gibt es bereits lange Wartezeiten. Sowohl Apple als auch Swisscom beziffern die Lieferfrist für ein iPhone auf ihrer Internetseite auf 3 bis 4 Wochen. Seit einer Woche konnten die Smartphones vorbestellt werden.

Finanzchef Luca Maestri erklärte, die Nachfrage nach dem Gerät sei sehr gross. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über Produktionsengpässe gegeben. Apple sei recht zufrieden damit, wie sich die Herstellung beim iPhone X entwickle, sagte Maestri. "Wo sich die Nachfrage- und Angebotskurve treffen, wissen wir nicht. Es gibt kein Vorgängerprodukt." Im vergangenen Weihnachtsgeschäft wurden mehr als 77 Millionen iPhones verkauft.

Im nachbörslichen Handel zogen Apple-Aktien um 3,4 Prozent auf ein Rekordhoch an. Der Ausblick aufs Weihnachtsgeschäft wie auch das abgelaufene Quartal waren positiver als von Analysten erwartet. Der Konzern aus Kalifornien kommt zurzeit auf eine Marktbewertung von 868 Milliarden Dollar und stellt damit jeden an der Börse gehandelten Konzern in den Schatten.

Analyst Daniel Ives vom Marktforschungsinstitut GBH Insights hält es für möglich, dass Apple bald die Marke von einer Billion Dollar knackt. Zum Vergleich: Smartphone-Marktführer Samsung Electronics ist an der Börse rund 350 Milliarden Dollar wert, der Google-Mutterkonzern Alphabet kommt auf knapp 720 Milliarden Dollar.

Apple bringt in diesem Jahr erstmals zwei neue iPhone-Modelle auf den Markt. Im September kam bereits das iPhone 8 in den Handel. Insgesamt verkaufte Apple im abgelaufenen Vierteljahr 46,7 Millionen der Geräte. Die Smartphones tragen mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz bei, der von Juli bis September um rund zwölf Prozent auf 52,6 Milliarden Dollar anzog. Laut Maestri gelang auch die Trendwende in China, wo der Umsatz zuletzt wieder kletterte. In Indien hätten sich die Erlöse verdoppelt.

Apple verkauft neben dem iPhone auch die Tablet-Reihe iPad, Mac-Rechner sowie die Watch-Computeruhren und bringt im Dezember den intelligenten Lautsprecher HomePod heraus. Die Erweiterung der Produktkategorien werde dazu führen, dass dort auch der Umsatz zulege, sagte Analyst Blau. Im abgelaufenen Quartal steigerte Apple seinen Gewinn um knapp 19 Prozent auf 10,71 Milliarden Dollar. Marktführer Samsung machte in seiner Handysparte zuletzt einen Gewinn von rund drei Milliarden Dollar.

(SDA)