Irakische Truppen rücken in ersten Stadtteil in West-Mossul ein

Die irakischen Truppen sind nach eigenen Angaben erstmals seit dem Beginn ihrer Offensive auf Mossul in den Westteil der belagerten Grossstadt eingerückt.
24.02.2017 10:39

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien die Sicherheitskräfte am Freitag in das erste Wohnviertel in West-Mossul vorgedrungen, erklärte ein Kommandant. Am Donnerstag hatten die irakischen Truppen den Flughafen von Mossul erobert und von dort aus ihre Offensive auf West-Mossul gestartet.

Auf dem Vormarsch seien ein Militärstützpunkt und ein Dorf im Südwesten Mossuls eingenommen worden, sagte Generalleutnant Sami al-Aridhi von der Antiterroreinheit CTS. Zudem seien die irakischen Einheiten in das Wohnviertel Al-Maamun vorgedrungen. Auch das Gebiet um den Flughafen stehe nun vollständig unter der Kontrolle der Regierungseinheiten, sagte Brigadegeneral Abbas al-Dschuburi.

Die irakischen Regierungstruppen hatten im Oktober ihre Offensive auf Mossul - die letzte Hochburg des IS im Irak - begonnen. Im Januar wurde der IS vollständig aus dem Ostteil der Stadt verdrängt.

Am Sonntag starteten die irakischen Streitkräfte mit Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition dann auch eine Offensive auf den Westteil Mossuls, der durch den Fluss Tigris vom östlichen Stadtteil getrennt ist. Alle Brücken über den Tigris sind zerstört.

Die IS-Dschihadisten hatten 2014 weite Teile des Irak und Syriens erobert. Im Juni 2014, kurz nach der Eroberung von Mossul, hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi dort in einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte das "Kalifat" des IS in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen.

(SDA)