Aktien Europa: Märkte treten zum Wochenschluss auf der Stelle

Die europäischen Börsen haben am Freitagmittag auf der Stelle getreten. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 legte knapp um 0,09 Prozent auf 3850,25 Punkte zu. Klare Impulse für den Handel fehlten. Nach der neuen Zählweise der Virusfälle in China ist die Zahl der bestätigten Ansteckungen zwar erneut gestiegen. Allerdings sorgte die neu vorgelegte Statistik für Verwirrung. So zog die nationale Gesundheitskommission nach eigenen Angaben Fälle vom Vortag wieder aus der landesweiten Gesamtstatistik ab, weil sie Zahlen aus Hubei doppelt gezählt habe.
14.02.2020 12:02

Dies erschwerte die Interpretation der Daten. Als Zeichen der Stärke werteten Marktteilnehmer, dass die Börsen nicht die Verluste an den US-Märkten nachvollzogen. "Die Stimmung unter den Anlegern bleibt positiv", merkte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in einem Kommentar an. "Offensichtlich gibt es noch einige Investoren, die in Aktien untergewichtet sind und jetzt jede Chance zum Nachkaufen nutzen müssen."

Der französische Leitindex Cac 40 gab unterdessen um 0,11 Prozent auf 6086,58 Punkte nach. Der Londoner FTSE 100 lag mit 0,12 Prozent auf 7460,93 Punkte geringfügig im Plus.

Defensive Sektoren waren tendenziell gefragt, während zyklische Branchen wie Chemie und Industriewerte eher nachgaben. Insgesamt hielten sich die Veränderungen aber in Grenzen.

Die Versorger profitierten von Neuigkeiten zu Electricite de France . Das Unternehmen peilt für das laufende Jahr ein weiteres Ergebniswachstum an und dürfte dabei von höheren Strompreisen profitieren. Die Aktie schoss um über neun Prozent nach oben.

Volatil ging es unterdessen bei Astrazeneca zu. Nach anfänglichen Verlusten stabilisierte sich der Pharmawert. Analyst James Gordon von JP Morgan machte nach Zahlen und Ausblick des Konzerns zwar Korrekturbedarf bei den Prognosen für den Gewinn je Aktie aus. Der Umsatzausblick sei angesichts der Bedeutung des China-Geschäfts und der Auswirkungen des Coronavirus aber solide.

Noch besser sah es bei Renault aus. Nach schwachen Zahlen kam die Aktie zunächst unter Druck, schwang sich dann aber um über drei Prozent ins Plus. Der französische Autobauer will mit einem Sparplan im Umfang von mindestens zwei Milliarden Euro gegensteuern./mf/jha/

(AWP)

 

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