Aktien Europa Schluss: EuroStoxx leicht schwächer - Gewinne in London

Die Börsen Europas haben am Montag uneinheitlich, aber zugleich wenig verändert geschlossen. Marktteilnehmer sprachen von Zurückhaltung vor der am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung sowie den geldpolitischen Aussagen der Europäischen Zentralbank. Zudem sei man in Habachtstellung vor der startenden Berichtssaison und auch der Brexit stand wieder im Fokus. Der Leitindex EuroStoxx 50 gab am Montag um 0,27 Prozent auf 3516,35 Punkte nach.
17.07.2017 18:50

In Paris fiel der Leitindex CAC-40 um 0,10 Prozent auf 5230,17 Punkte, während der Londoner FTSE 100 um 0,35 Prozent auf 7404,13 Punkte stieg. Das britische Pfund schwächelte leicht weiter im Vergleich zum US-Dollar sowie zum Euro. Eine gedrückte heimische Währung kann die Exporte von Unternehmen im Vereinigten Königreich verbilligen, was Börsianer erfreut.

Derweil begannen die ersten konkreten Verhandlungen über den Ausstieg Grossbritanniens aus der EU. Nicht überraschend waren dabei die grossen Differenzen zwischen den Verhandlungspartnern. EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Minister David Davis beteuerten zwar ihren Willen, rasch Fortschritte erzielen zu wollen, allerdings liegen die öffentlich bekannten Positionen weit auseinander. Vorerst offen blieb, ob sich London offiziell auf Milliardenforderungen aus Brüssel einlässt, was für die EU ein wichtiger Punkt ist.

Im Zuge der startenden Berichtssaison legen in Europa an diesem Dienstag der schweizerische Pharmakonzern Novartis (plus 0,31 Prozent), der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson (minus 2,17 Prozent) und der norwegische Düngerhersteller Yara (minus 0,27 Prozent) ihre Zahlen vor.

In den USA berichten am Dienstag weitere Grossbanken über ihr abgelaufenes Jahresviertel. Nach JPMorgan und der Citigroup sind nun die Bank of America und Goldman Sachs an der Reihe. Nach dem Börsenschluss in den USA wird dann noch das Technologie-Schwergewicht IBM seinen Geschäftsbericht vorlegen.

Unter den einzelnen Branchen hatten Einzelhandelsunternehmen die Nase vorn. Dahinter profitierten Bergbaukonzerne vom kräftiger als erwarteten chinesischen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Das Land ist einer der grössten Abnehmer von Rohstoffen weltweit. Die Metall- und Rohstoffpreise stiegen.

Mitten im Brexit-Wirbel verlässt die langjährige Easyjet-Chefin Carolyn McCall den Billigflieger zum Jahresende und übernimmt die Führung des Fernsehsenders ITV . Das belastete die Easyjet-Aktie nur kurzfristig. Mit einem Plus von 1,42 Prozent beendete das Papier den Handel. Die ITV-Aktien rückten um 1,31 Prozent vor./ck/he

(AWP)