Aktien Europa Schluss: Gewinnmitnahmen nach Macrons Wahlsieg

Der Sieg des sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl in Frankreich hat an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Montag Erleichterung, aber auch Gewinnmitnahmen ausgelöst. Die Anleger hätten die Börsenregel "sell on good news" beherzigt, da die meisten von diesem Wahlausgang ausgegangen seien, sagte ein Händler.
08.05.2017 18:39

Der französische Leitindex CAC 40 schloss mit einem Verlust von 0,91 Prozent bei 5382,95 Punkten. In den vergangenen zwei Wochen war er allerdings um mehr als 7 Prozent in die Höhe geschnellt, nachdem Macron die erste Runde der Präsidentenwahlen für sich entschieden hatte. Der EuroStoxx 50 sank am Montag um 0,46 Prozent auf 3642,11 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex der Eurozone um knapp 3 Prozent zugelegt. Der FTSE 100 in London gewann am Montag 0,05 Prozent auf 7300,86 Zähler.

Aus Branchensicht waren in Europa Immobilienwerte mit einem Wertzuwachs von rund 1,2 Prozent am stärksten gefragt. Ihnen folgten aus dem Touristik- und Freizeitsektor mit einem Plus von 0,8 Prozent. Schlusslicht waren Papiere von Bergbauunternehmen, die rund 1,1 Prozent einbüssten. Die US-Bank Goldman Sachs riet dazu, die Branche im Portfolio unterzugewichten. Das Wirtschaftswachstum im wichtigen Nachfrageland China dürfte sich abschwächen, hiess es zur Begründung.

Unter den Einzelwerten fanden sich die Aktien des französischen Elektrotechnikkonzerns Schneider mit einem Minus von fast 5 Prozent am Ende des EuroStoxx wieder. Sie hatten allerdings Ende letzter Woche auch besonders deutlich von der Hoffnung auf einen Sieg Macrons profitiert.

Ebenfalls deutliche Gewinnmitnahmen mussten Aktien anderer französischer Konzerne hinnehmen. So verzeichneten die Papiere von Societe Generale , Saint-Gobain , LVMH , BNP Paribas , Air Liquide und Axa Kursabschläge zwischen 1,4 und 2,5 Prozent./edh/he

(AWP)