Aktien Europa Schluss: Indizes erholen sich etwas von jüngsten Verlusten

PARIS/LONDON (awp international) - Europas Börsen haben nach ihrer jüngsten Talfahrt am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der EuroStoxx 50 reduzierte allerdings gegen Handelsende seinen Gewinn im Zuge einer leicht nachgebenden Wall Street. Mit einem Plus von 0,68 Prozent auf 2780,10 Punkte ging der Eurozonen-Leitindex schliesslich über die Ziellinie, nachdem er an den drei Handelstagen davor jeweils im Minus geschlossen hatte.
07.07.2016 18:39

Für den Pariser CAC-40-Index ging es um 0,80 Prozent hoch auf 4117,85 Punkte. Der Londoner FTSE-100-Index rückte um 1,09 Prozent auf 6533,79 Punkte vor. An den Finanzmärkten gilt vor allem wegen des Brexit eine baldige Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen US-Zinswende - und somit eine schnelle weitere Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed - als zunehmend unwahrscheinlich. Davon profitierten Aktien, so Händler.

Aus Branchensicht gab es am Donnerstag keine Verlierer am europäischen Aktienmarkt. Die Favoriten der Anleger im marktbreiten Index Stoxx Europe 600 waren die Aktien aus dem vom Brexit zuletzt gebeutelten Finanzdienstleistungssektor, aber auch Reise- und Freizeittitel. Die entsprechenden Branchenindizes gewannen 2,12 beziehungsweise 1,97 Prozent. Am Ende des Stoxx-600-Branchentableaus legte der Chemiewerte-Index nur um 0,28 Prozent zu.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren ansonsten dünn gesät. Das Plus bei den Aktien von Danone belief sich am Ende nur noch auf 1,88 Prozent - zuvor hatten die Papiere noch deutlicher zugelegt. Der französische Nahrungsmittelkonzern will den US-Konzern WhiteWave Foods übernehmen und so sein Geschäft unter anderem mit Bio-Lebensmitteln ausbauen. Aus den gebotenen 56,25 US-Dollar je Aktie ergibt sich ein Transaktionsvolumen von rund 12,5 Milliarden Dollar. Laut Danone unterstützt das Management den Deal.

In London freuten sich die Aktionäre von Associated British Foods über Kursgewinne von fast 9 Prozent. Grund waren gute Umsatzzahlen, optimistische Konzernaussagen zur weiteren Wirtschaftsentwicklung in Grossbritannien sowie die beibehaltenen Pläne zum Ausbau des Europa- und US-Geschäfts./ajx/men

(AWP)