Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dürfte Erholung fortsetzen

Die Vortageserholung am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Freitag fortsetzen und könnte einen positiven Wochenausklang ermöglichen. Für Rückenwind sorgen die freundlichen Überseebörsen sowie aktuelle Wirtschaftsdaten aus China.
13.07.2018 08:17

Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für das deutsche Börsenbarometer Dax signalisierte eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart ein Plus von 0,50 Prozent auf 12 555 Punkte. Auf Wochensicht stünde so ebenfalls ein Plus von einem halben Prozent zu Buche. Der EuroStoxx 50 dürfte am Freitag mit einem Plus von 0,44 Prozent in den Handel starten.

Ungeachtet der Handelsspannungen ist Chinas Warenaustausch mit den USA im ersten Halbjahr stark gestiegen. Ausserdem trieb Händlern zufolge Chinas bisher ausgebliebene aggressive Reaktion auf den jüngsten Affront der US-Führung im zugespitzten Handelsstreit den Dow Jones Industrial am Vorabend an. Der US-Leitindex baute im Handelsverlauf seine Gewinne aus und schloss nahe seinem Tageshoch.

Was in den Vereinigten Staaten passiert, wird für die Anleger auch im Tagesverlauf weiter wichtig sein. Denn dort startet die Berichtssaison mit drei grossen Finanzhäusern: Wells Fargo , JPMorgan und die Citigroup . Die Geschäftsentwicklung der letzteren beiden Geldinstituten im zweiten Quartal könnte auch die Aktien der Deutschen Bank bewegen.

In den Blick könnten auch die Anteile der Allianz rücken, deren Aktien auf der Handelsplattform Tradegate um 0,5 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zulegten. Vorstandschef Oliver Bäte will noch in diesem Jahr einen neuen Strategieplan präsentieren. "Wir arbeiten daran und werden die Ergebnisse Ende November vorstellen", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Im Zentrum des zweiten Mehrjahresplans seiner Amtszeit sollen Kundenorientierung, einfachere Produkte und eine konsequente Digitalisierung stehen. Ziel sei es, dass jeder Bereich die Wettbewerber bei der Kundenzufriedenheit übertrifft.

Die Aktien von Rheinmetall , die tags zuvor bereits um etwas mehr als 5 Prozent zugelegt hatten, könnten erneut steigen. Sie gewannen auf Tradegate weitere 2,3 Prozent hinzu. Am Vortag bereits hatten Aussagen der Bundeskanzlerin gestützt. Angela Merkel hatte während des Nato-Gipfels in Brüssel höhere Militärausgaben in Aussicht gestellt./ck/fba

(AWP)