Aktien New York: Anleger gehen wegen Fed-Sitzung in Deckung - Ölpreis belastet

Am Tag vor dem Zinsentscheid in den USA scheinen die Anleger in New York am Dienstag keine Risiken mehr einzugehen. Belastet vom unter Druck stehenden Ölpreis stand der Dow Jones Industrial etwa zwei Stunden vor Handelsschluss 0,24 Prozent tiefer bei 20 832,18 Punkten. Er behauptete sich so weiter in der Spanne zwischen 20 800 und 21 000 Punkten, in der er sich seit mehr als einer Woche bewegt.
14.03.2017 19:00

In den weiteren Indizes standen noch etwas grössere Verluste auf der Kurstafel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,42 Prozent auf 2363,56 Zähler, und für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,31 Prozent abwärts auf 5377,70 Punkte.

Aktuelle Wirtschaftsdaten wie etwa zu den US-Erzeugerpreisen blieben am Dienstag ohne Marktauswirkungen. Im Mittelpunkt steht bereits die Geldpolitik der Notenbank Fed, die am Mittwoch über ihren Leitzins entscheiden wird. Eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte gilt dann bereits als ausgemachte Sache. Anleger dürften dann auch stark auf Hinweise zum weiteren geldpolitischen Kurs achten.

Der Ölpreis ging auf Talfahrt, weil Saudi-Arabien seine Fördermenge trotz eines laufenden Programms zur Produktionskürzung im Februar wieder spürbar erhöhte. Entsprechend waren Chevron und ExxonMobil im Dow mit Abgaben von 1,91 und 0,69 Prozent unter den schwächsten Werten zu finden. Im S&P kamen die Titel von ConocoPhillips mit 2,70 Prozent unter Druck.

Unternehmensnachrichten blieben ansonsten erneut Mangelware. Valeant fielen mit einem Kursrutsch von mehr als 11 Prozent negativ auf, nachdem Finanzinvestor Bill Ackman am Vorabend nach der Schlussglocke für einen Paukenschlag sorgte. Durch den Verkauf seiner gut fünfprozentigen Beteiligung verliert das Pharmaunternehmen einen der grössten Anteilseigner.

Eine Analystenstimme wirkte sich bei Corning deutlich negativ aus. Nach einer zuletzt überdurchschnittlichen Kursentwicklung sei das Kurspotenzial bei dem Hersteller von Smartphone-Gläsern begrenzt, begründete Goldman-Sachs-Analyst Doug Clark seinen nunmehr neutralen Blick auf die Aktie, die am Dienstag um 2,85 Prozent fiel. Die Goldman-Experten blicken nun auch weniger optimistisch auf das Branchenumfeld für mobile Hardware insgesamt./tih/fbr

(AWP)