Aktien New York: Anleger scheuen weiter das Risiko

Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich auch am Freitag kaum aus der Deckung gewagt. Sie scheuten das Risiko vor dem Hintergrund des weiter schwelenden Konflikts mit Nordkorea sowie des inzwischen die Südküste Floridas bedrohenden Hurrikans "Irma". Das Geld fliesse momentan eher in "sichere Häfen" wie Gold oder einige als krisenfest geltende Währungen oder auch Staatsanleihen, hiess es am Markt.
08.09.2017 15:58

Der Dow Jones Industrial kam im frühen Handel mit minus 0,05 Prozent auf 21'774,81 Punkte kaum vom Fleck. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund einem Prozent an. Für den 500 Werte umfassenden S&P 500 ging es vor dem Wochenende um 0,13 Prozent auf 2'461,80 Punkte abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,25 Prozent auf 5'949,27 Punkte nach.

US-Präsident Donald Trump schätzt einen militärischen Einsatz im Konflikt mit Nordkorea zwar nicht als unausweichlich ein, lässt die Möglichkeit aber ausdrücklich auf dem Tisch. "Ich würde es bevorzugen, nicht den militärischen Weg zu gehen. Aber das ist sicher etwas, was passieren könnte", sagte Trump. 25 Jahre "reden, reden, reden" hätten in dem Streit über eine atomare Bewaffnung Nordkoreas nichts gebracht.

Unterdessen hat sich Hurrikan "Irma" auf seinem Weg durch die Karibik von einem Sturm der höchsten Warnstufe fünf abgeschwächt, bleibt aber ein "extrem gefährlicher Stufe-vier-Hurrikan", teilte das nationale US-Hurrikan-Warnzentrum in Miami mit. "Irma" zieht derzeit über die südlichen Bahamas und soll am Sonntagmorgen (Ortszeit) die Inselgruppe der Florida Keys und die Südküste des US-Bundesstaats erreichen. In der Karibik verursachte der Hurrikan nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bislang Schäden in Höhe von rund 10 Milliarden US-Dollar.

ck/jha/

(AWP)