Aktien New York: Atempause - 20 000 Punkte für Dow Jones in Reichweite

NEW YORK (awp international) - Der Wall Street ist am Montag bei ihrer Rekordhatz ein wenig die Luft ausgegangen. Zwar schafften es der US-Leitindex Dow Jones Industrial und der breiter gefasste S&P 500 auf neue Bestmarken, dann bröckelten die Gewinne aber. Der Dow Jones notierte zuletzt noch 0,13 Prozent im Plus bei 19'782,98 Punkten.
12.12.2016 17:05

Der S&P 500 dreht sogar ins Minus und fiel um 0,12 Prozent auf 2256,83 Zähler. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 ging es um 0,65 Prozent auf 4864,30 Punkte nach unten.

Bereits seit einiger Zeit treibt die Hoffnung auf eine weiter anziehende Wirtschaftsdynamik unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump die US-Standartwerte-Indizes auf immer neue Höhen. Für gute Laune sorgten zum Wochenstart nun auch steigende Ölpreise, die von ankündigten Förderkürzungen seitens des Ölkartells Opec und anderer wichtiger Förderländer profitierten.

Im Fokus steht aber bereits die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch, bei der eine zweite Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise als nahezu sicher gilt. Interessanter ist daher der weitere Kurs.

Der Chefvolkswirt der Unicredit , Erik Nielsen, rechnet mit Signalen für zwei Erhöhungen 2017 und drei weiteren 2018. Er glaubt aber, dass die Fed damit falsch liegen dürfte. Sollte die Wirtschaft unter Trump tatsächlich Fahrt aufnehmen, dürfte es mehr als fünf Zinsschritte brauchen. Sollte sich aber alles als Illusion herausstellen und die "Reality-TV-Show" irgendwann 2017 stoppen, dürfte die Fed von einer weiteren Zinsnormalisierung absehen.

Auf der Unternehmensseite waren zum Wochenstart vor allem Ölwerte gefragt. Die Aktien von ExxonMobil und Chevron zählten mit Gewinnen von 2,15 Prozent sowie 1,81 Prozent zu den Favoriten im Dow Jones.

Für die Anteilsscheine der Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill ging es um rund 3 Prozent nach oben. Der Gründer Steve Ells wird das Unternehmen nach dem Rücktritt des Co-Chefs Monty Moran künftig alleine führen. Die Aktie liegt im Jahresverlauf aber weiterhin deutlich im Minus, nachdem die Kette 2015 infolge von Infektionen mit E-coli-Bakterien ins Gerede gekommen war.

Der Rüstungskonzern Lockheed Martin sah sich derweil mit Kritik von Donald Trump konfrontiert, der sich über hohe Kosten für den F-35-Kampfjet beschwerte. Die Papiere fielen um mehr als 4 Prozent. Damit zeigte sich abermals die Macht von Trumps Worten. Erst jüngste hatte der künftige Präsident die Kosten für eine brandneue 747 Air Force One moniert. Der Boeing-Kurs war daraufhin zeitweise spürbar unter Druck geraten./mis/das

(AWP)