Aktien New York Ausblick: Anleger bleiben vorsichtig - Warten auf Jobbericht

An den US-Börsen dürfte nach dem vorherigen Rekordlauf zunächst weiter Zurückhaltung das Geschehen bestimmen. So haben Anleger bereits vereinzelt Gewinne eingestrichen. Börsianer sprechen von einer leichten Konsolidierung auf hohem Niveau.
07.03.2017 15:00

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial am Dienstag eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,08 Prozent im Minus auf 20 938 Punkte. Am 1. März noch hatte das Wall-Street-Barometer erstmals die Hürde von 21 000 Punkten genommen und bei 21 169 Zählern ein Rekordhoch markiert.

Mit Blick auf die Konjunkturdaten wird vor allem auf den Arbeitsmarktbericht für Februar gewartet, der am Freitag ansteht. Er dürfte nach gängiger Meinung die Erwartung eines nächsten Leitzinsschritts der US-Notenbank Fed noch im März untermauern.

Unter den Einzelwerten schossen die Papiere von Nimble Storage vorbörslich um fast 45 Prozent in die Höhe und profitierten vom Übernahmevorhaben des IT-Konzerns Hewlett Packard Enterprise (HPE) . Dessen Papiere zeigten sich vor dem Handelsstart unverändert. HPE will den in San Jose (Kalifornien) ansässigen Hersteller von Hard- und Softwareprodukten für die Datenspeicherung für rund 1 Milliarde Dollar kaufen.

Die Aktien des Fernsehsatellitenbetreibers Dish Network werden vom 13. März an die Aktien von Linear Technology im S&P 500 ersetzen. Darauf reagierten die Dish-Papiere nun mit einem vorbörslichen Kurssprung von etwas mehr als 5 Prozent, während sich die Papiere des Halbleiter- und Softwareherstellers Linear Tech kaum bewegten.

Ein weiterer düsterer Handelstag scheint ausserdem den Anteilsscheinen der Snapchat-Macher bevorzustehen: Nachdem Snap Inc. ein fulminantes Börsendebut hingelegt hatte, war es am Montag erstmals spürbar abwärts gegangen. Diese Tendenz dürfte sich noch etwas verstärken: Die Aktie sank vor dem Börsenstart um 4,5 Prozent auf 22,70 Dollar. Am vergangenen Donnerstag hatten sie bei 24,48 Dollar geschlossen und damit um 44 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 17 Dollar, bevor sie am Freitag zeitweise sogar bis auf 29,44 Dollar kletterten.

Wall-Street-Analysten gefällt unter anderem nicht, dass Anleger die Aktien nur ohne Stimmrechte bekommen. Damit gehen die Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy noch weiter als andere in der Tech-Branche, um die Kontrolle über ihre Firma zu behalten. Thematisiert wird am Markt zudem die harte Konkurrenz von Facebook mit seinen Plattformen Instagram und WhatsApp. Zudem ist das Geschäft mit Kameras hart./ck/mis

(AWP)