Aktien New York Ausblick: Anleger vorsichtig optimistisch

An der Wall Street überwiegt zum Wochenausklang wieder die Hoffnung. Mit 0,26 Prozent auf 26 960 Punkte ist es zumindest ein leichtes Plus, das der Broker IG am Freitag rund eine Stunde vor Börsenbeginn für des US-Leitindex Dow Jones errechnet hat. Auf Wochensicht stehen die Zeichen bislang aber dennoch erneut auf Minus.
27.09.2019 14:52

Im politischen Washington ist derzeit einiges los, das die Märkte in der vergangenen Woche aufgemischt hat. Ein Handelsabkommen mit Japan sorgte vor Kurzem für Optimismus, genauso wie diverse positive Signale im US-chinesischen Handelsstreit.

Nach neuen Entwicklungen in der Ukraine-Affäre hielten sich Anleger am Donnerstag jedoch bedeckt: Eine von einem anonymen Hinweisgeber eingereichte Beschwerde über Trump und dessen umstrittenes Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten berge wichtige Anhaltspunkte für Ermittlungen gegen den Präsidenten, hiess es dort. Die Demokraten sehen sich damit auf ihrem Weg zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump bestärkt. Trotz der daraufhin folgenden Marktrückschläge dürfte der gute Start in Europa aber auch den US-Märkten zu etwas Schwung verhelfen, schrieb CMC-Marktexperte Michael Hewson.

Konjunkturell könnten die überraschend gestiegenen US-Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August für weiteren Schwung sorgen.

Auf Seite der Unternehmen zog der Chiphersteller Micron Technology mit einem laut Analysten eher enttäuschenden Quartalsausblick am Donnerstagabend die Aufmerksamkeit auf sich. Zugleich warnte der Konzern davor, dass sich der Abschwung in der Chipbranche durch die Spannungen in den globalen Handelsbeziehungen noch weiterziehen könnte. Die Aktie verlor vor Handelsbeginn 5,72 Prozent.

Die Papiere des Kreuzfahrtunternehmens Carnival gaben vor Handelsbeginn um zwei Prozent nach, nachdem die Privatbank Berenberg in ihrer Einstufung von 'Hold' auf 'Sell' gegangen ist. Mit Blick auf die jüngsten Buchungszahlen hätten sich die Befürchtungen um die makroökonomischen Risiken und die Schwierigkeiten am US-Heimatmarkt bestätigt, schrieb Analyst Stuart Gordon.

Einen vorbörslich herben Kursrutsch von fast 15 Prozent verbuchten die Aktien von Progress Software . Die jüngsten Quartalszahlen und der Ausblick des IT-Unternehmens waren knapp unterhalb der Analystenerwartungen ausgefallen.

ExxonMobiles Verkauf norwegischer Aktivitäten wirkte sich dagegen bislang nur marginal auf den vorbörslichen Kurs der Aktie aus./kro/jha/

(AWP)

 
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