Aktien New York Ausblick: Dow berappelt sich wieder

Die Anleger an der Wall Street scheinen nach der blutarmen Performance zum Wochenauftakt am Dienstag wieder in Kauflaune zu kommen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor Eröffnung 0,55 Prozent höher bei 26 532 Punkten.
16.04.2019 14:47

Geprägt werden dürfte der Handel von neuen US-Konjunkturdaten und der voranschreitenden Unternehmensberichtssaison. Vor Sitzungsstart haben bereits die Bank of America , Johnson & Johnson und UnitedHealth über die jüngste Geschäftsentwicklung berichtet. Nach der Schlussglocke folgen IBM und Netflix . Von Konjunkturseite stehen die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung für März sowie der NAHB-Immobilienindex für April auf der Agenda.

Gute Geschäfte mit Privatkunden haben der Bank of America im ersten Quartal einen Rekordgewinn verschafft. Dem Gewinnanstieg im Privatkundengeschäft stand jedoch ein Einbruch im Handelsgeschäft gegenüber. Im vorbörslichen Handel sanken die Aktien der Bank of America zuletzt um 0,8 Prozent.

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth wird nach einem überraschend guten Start ins Jahr etwas optimistischer. Im laufenden Jahr dürfte der Gewinn je Aktie nun 13,80 bis 14,05 US-Dollar erreichen - statt 13,70 bis 14,00 Dollar. Allerdings hatten Analysten im Schnitt schon mit 13,91 Dollar gerechnet. Im ersten Quartal lief es für UnitedHealth bereits besser als von Experten erwartet. Die Papiere von UnitedHealth reagierten vorbörslich mit einem Plus von 2,6 Prozent auf die Nachrichten.

Negative Währungseffekte belasteten die Umsätze des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson im ersten Quartal. Die Erlöse stagnierten bei 20 Milliarden US-Dollar, stiegen auf vergleichbarer Basis aber um 5,5 Prozent. Bereinigt um verschiedene Effekte stieg das Ergebnis je Aktie um knapp 2 Prozent auf 2,10 Dollar und lag damit etwas höher als von Analysten erwartet. Die J&J-Titel verteuerten sich vorbörslich um 1,5 Prozent.

Die Anteilsscheine von Netflix rückten vorbörslich um 1,9 Prozent auf 355,40 Dollar vor. Zuvor hatte die Deutsche Bank ihre Einstufung der Papiere von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 360 auf 400 Dollar angehoben. Die Markterwartungen an die Abonnentenzahlen bis 2020 erschienen konservativ, schrieb Analyst Bryan Kraft in einer aktuellen Studie. Zudem habe der Aktienkurs des Videoanbieters mittlerweile genug nachgegeben. Das Chance/Risiko-Profil sei daher attraktiv./edh/jha/

(AWP)

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