Aktien New York Ausblick: Dow klar über 23 000 Punkten erwartet

Die jüngste Rekordserie an den US-Börsen scheint auch am Mittwoch nicht abzureissen. Mit dem Rückenwind gut aufgenommener Geschäftszahlen von IBM dürfte der Dow Jones Industrial die Marke von 23 000 Punkten deutlich hinter sich lassen. Am Vortag hatte er diese in der Spitze bereits um 2 Punkte übertroffen, dann aber knapp darunter geschlossen. Der Broker IG taxierte den Leitindex nun 0,42 Prozent höher bei 23 095 Punkten. Er würde damit auch einer soliden Tendenz an den Handelsplätzen in Europa folgen.
18.10.2017 14:55

Der aktuelle Bullenzyklus am US-Aktienmarkt könnte sich nach Auffassung von Charttechnikern der UBS noch bis in das neue Jahr erstrecken. Laut den technischen Analysten Michael Riesner und Marc Müller könnte die Welle beim S&P 500 ihren Höhepunkt im ersten Jahresviertel 2018 erreichen. Am Mittwoch bereits muss sich der marktbreite Index mit seiner am Vortag erreichten Bestmarke vom bei knapp 2560 Punkten messen. Beim Technologiewerte-Index Nasdaq 100 liegt die Messlatte oberhalb von 6122 Punkten.

Ein Thema unter Anlegern dürfte am Mittwoch die Politik bleiben. Laut einem Medienbericht will Trump in Kürze eine Entscheidung über seinen Favoriten für die Nachfolge von Notenbank-Chefin Janet Yellen fällen. Zum dritten Mal hat derweil ein US-Gericht die Einreisebeschränkungen von Präsident Donald Trump durchkreuzt. Bei der Krankenversicherung "Obamacare" dagegen deutet sich eine Kehrtwende an: Wenige Tage, nachdem Trump Versicherern staatliche Zuschüsse per Dekret gestrichen hatte, erzielten Senatoren eine überparteiliche Einigung in diesem Punkt.

Sehr erfreut reagierten Anleger vorbörslich auf die Resultate von IBM . Der IT-Riese hat im dritten Quartal zwar weniger verdient, die Geschäfte liefen aber besser als von Analysten gedacht. UBS-Experte Steven Milunovich sprach daraufhin vom besten Quartalsergebnis seit langem. Die IBM-Titel kletterten vorbörslich um stolze 6,5 Prozent.

Darüber hinaus sorgten noch einige Analystenkommentare für Bewegung. Ein Plus von 1,63 Prozent bei Merck & Co wurde damit begründet, dass Citigroup-Analyst Andrew Baum die Papiere erstmals unter seiner Beobachtung zum Kauf empfiehlt. Seinen Optimismus begründete er vor allem mit dem Krebsmittel Keytruda - einem "grossen Produkt mit einem noch grösseren Markt", so der Experte.

Chevron-Aktien dagegen gaben vorbörslich um ein halbes Prozent nach, obwohl der häufig kurstreibende Ölpreis über Nacht weiter gestiegen war. Die Experten der Societe Generale hatten zuvor ihre bisherige Kaufempfehlung für die Aktien aufgegeben. Dem Ölpreis hatten Meldungen über einen Rückgang der US-Ölreserven zur Wochenmitte neuen Auftrieb verliehen./tih/ag

(AWP)