Aktien New York Ausblick: Freundlich erwartet - Fed-Sitzung und US-Wahl im Fokus

NEW YORK (awp international) - Mit moderaten Gewinnen dürfte die Wall Street in die neue Woche starten. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank in dieser Woche sowie auf die E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton konzentrieren. Die Unternehmensberichtssaison legt hingegen am Montag weitgehend eine Pause ein, nimmt dann jedoch ab Dienstag zunehmend Fahrt auf.
31.10.2016 14:02

Rund eine Dreiviertelstunde vor Börsenstart taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,21 Prozent höher bei 18 199 Punkten. Wegen der Zeitumstellung am Wochenende in Deutschland, die in den USA mit einwöchiger Verzögerung erfolgt, startet der US-Börsenhandel in dieser Woche jeweils bereits um 14.30 statt 15.30 Uhr.

Am Freitag hatte der US-Leitindex praktisch unverändert geschlossen und auf Wochensicht ein mageres Plus von 0,1 Prozent verzeichnet. Für den Monat Oktober zeichnet sich damit für den Dow ein Verlust von rund einem halben Prozent ab.

Medienberichten zufolge haben Ermittler die neuen E-Mails, die jetzt im Mittelpunkt des Wahlkampf-Wirbels um US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton stehen, schon vor Wochen entdeckt. Der Chef der Bundespolizei, James Comey, hatte den Fund und geplante neue Ermittlungen erst am vergangenen Freitag in einem Brief an Kongressmitglieder publik gemacht - elf Tage vor der Wahl. Im Mittelpunkt der E-Mail-Affäre steht die Frage, ob Clinton durch die Nutzung ihres - relativ hackeranfälligen - privaten Servers die Sicherheit der Nation gefährdet und sich damit strafbar gemacht hat.

Aus Unternehmenssicht stehen zwei mögliche Milliardenübernahmen im Anlegerfokus. So will der US-Telekomanbieter Centurylink den Breitbandspezialisten Level 3 für insgesamt 34 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien übernehmen. Die Aktien von Level 3 stiegen im vorbörslichen Handel um über 5 Prozent, die Centurylink-Papiere fielen hingegen um mehr als 10 Prozent.

Die Papiere von Baker Hughes zogen vorbörslich um mehr als 6 Prozent an. Der US-Industrieriese General Electric legt sein Öl- und Gasgeschäft mit dem Ölfeldausrüster zusammen und wird grösster Anteilseigner. GE-Papiere verteuerten sich vorbörslich um 1,3 Prozent./edh/das

(AWP)