Aktien New York Ausblick: Freundlicher Wochenauftakt

NEW YORK (awp international) - Beflügelt von einem nachlassenden Konjunkturpessimismus und sehr guten Vorgaben aus Asien und Europa dürften die US-Aktienmärkte ihren jüngsten Höhenflug am Montag fortsetzen. Rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,31 Prozent höher bei 18 204 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex um 1,40 Prozent zugelegt und den höchsten Schlusskurs seit mehr als einem Jahr verzeichnet. Das Barometer machte damit auch seine Verluste seit dem Brexit-Votum der Briten eindrucksvoll wieder wett.
11.07.2016 14:48

Der überraschend gute US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag sollte auch zum Beginn der neuen Woche für Kauflaune unter den Anlegern sorgen, hiess es. Zudem stütze das vierprozentige Plus der Tokioter Börse in Reaktion auf den Ausgang der japanischen Oberhaus-Wahl. Die Regierungskoalition von Premierminister Shinzo Abe errang eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Sitze, was die Hoffnungen auf weitere Konjunkturhilfen schürte.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Alcoa im Anlegerfokus stehen. Der Aluminiumkonzern gibt am Montag nach Börsenschluss den Startschuss für die US-Quartalsberichtssaison. Im vorbörslichen Handel verteuerten sich die Titel zuletzt um 1,22 Prozent.

Zudem berichten in dieser Woche die Banken Citigroup , JPMorgan , US Bancorp und Wells Fargo über ihre jüngste Geschäftsentwicklung. Insgesamt dürfte die Berichtssaison aber kaum Begeisterungsstürme auslösen, glaubt LBBW-Investmentanalyst Wolfgang Albrecht.

Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing sagt für die nächsten 20 Jahre eine noch stärker wachsende Nachfrage nach Flugzeugen voraus. Bis zum Jahr 2035 würden weltweit voraussichtlich 39 620 Passagier- und Frachtjets benötigt, teilte Boeing zum Start der Luftfahrtmesse in Farnborough bei London mit. Boeings Erwartungen liegen damit 4,1 Prozent höher als bei der vorigen Marktprognose von 2015. Vorbörslich gewannen Boeing-Papiere 0,65 Prozent.

Tesla-Chef Elon Musk hat das Fahrassistenz-System "Autopilot" seiner Elektroautos nach dem ersten tödlichen Unfall verteidigt. Es sei keine unfertige Technik, obwohl sie mit der Bezeichnung "Beta" eingeführt worden sei, erklärte er beim Kurznachrichtendienst Twitter in der Nacht zum Montag. Tesla meine damit vielmehr, dass damit noch nicht eine Milliarde Meilen (1,6 Mrd Kilometer) unter echten Strassenbedingungen gefahren worden seien. Tesla-Anteilsscheine stiegen vorbörslich um 1,31 Prozent./edh/das

(AWP)