Aktien New York Ausblick: Kaum bewegt - IBM enttäuscht, Morgan Stanley überzeugt

Die Anleger an der Wall Street bleiben nach zuletzt durchwachsenen Wirtschaftsdaten auch am Mittwoch zunächst eher vorsichtig. Zudem rückt die Berichtssaison der Unternehmen verstärkt in den Blick. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenbeginn mit 0,06 Prozent im Plus auf 20 535 Punkte. Tags zuvor hatte er rund ein halbes Prozent nachgegeben.
19.04.2017 14:51

Die Investoren würden auf Hinweise warten, ob die zuletzt eher schwachen Konjunkturdaten aus den USA bereits den Beginn eines Wirtschaftsabschwungs signalisieren könnten, hiess es. Dazu passe auch die eher enttäuschend angelaufene Berichtssaison, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets unter Verweis auf die Quartalszahlen der Grossbank Goldman Sachs oder die des Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson .

Auch IBM schlägt in diese Kerbe: Der IT-Riese litt weiter unter der Schwäche im traditionellen Computer-Kerngeschäft und meldete den nun das 20. Quartal in Folge einen Umsatzrückgang. Der Konzern tut sich schwer mit dem von Vorstandschefin Ginni Rometty forcierten Wandel hin zum modernen Anbieter von Cloud-Services, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software. Die Papiere büssten vorbörslich 4,75 Prozent ein.

Um knapp 2 Prozent hingegen legten die Anteilsscheine der Investmentbank Morgan Stanley vorbörslich zu. Mit einem Ertrags- und Gewinnsprung in den ersten drei Monaten knüpfte das Institut an sein gutes Ergebnis aus dem letzten Jahresviertels 2016 an. U.S. Bancorp sanken vorbörslich hingegen moderat; trotz eines höher als erwarteten Gewinns im ersten Quartal. Die Papiere des Finanzhauses hatten allerdings erst Anfang März ein Rekordhoch erreicht.

Goldman Sachs gewannen vor dem Handelsstart 0,5 Prozent. Die Citigroup stufte die Aktie der Investmentbank aus Bewertungsgründen von "Sell" auf "Neutral" hoch und behielt ihr Kursziel von 225 Dollar bei. Allerdings dürfte die Stimmung für US-amerikanische Bankaktien im Allgemeinen an diesem Tag eher verhalten sein, den die Schweizer Grossbank UBS senkte die US-Bankenbranche von "Overweight" auf "Neutral". Die jüngsten Kommentare der US-Notenbank und des Präsidenten Donald Trump legten nahe, dass es länger als erhofft dauern könnte, bis sich die Rentabilität im US-Bankensektor verbessere./ck/mis

(AWP)