Aktien New York Ausblick: Kaum Bewegung vor Fed-Protokoll

NEW YORK (awp international) - Bevor neue Indizien für die zukünftige amerikanische Geldpolitik veröffentlicht werden könnten, dürfte die Wall Street am Mittwoch zunächst keine grossen Sprünge machen. Eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt stellte IG für den Dow Jones Industrial einen nur wenig veränderten Start in Aussicht. Der Broker taxierte den US-Leitindex knapp mit 0,11 Prozent im Minus bei 18 108 Punkten. Er würde sich damit nochmals ein Stück weit der Marke von 18 000 Punkten nähern, die er letztmals vor einem Monat geprüft hatte.
12.10.2016 14:57

Anleger blickten gespannt auf das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed, das am Abend Hinweise liefern könnte, wie wahrscheinlich eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr ist. Experte Dirk Gojny von der National-Bank erhofft sich konkrete Hinweise auf die Voraussetzungen, damit sich bei den Währungshütern eine Mehrheit für den nächsten Zinsschritt findet. "Dadurch, dass es immerhin drei Stimmen für eine Erhöhung gab, sollten sich diese Informationen tatsächlich finden lassen", sagte er. Ausserdem könne es mehr Details zur Entwicklung der Inflationsrate geben, die mit über den zinspolitischen Spielraum entscheidet.

Bei den Einzelwerten blieb die Nachrichtenlage am Mittwoch ähnlich ruhig wie am Gesamtmarkt. Nach dem enttäuschenden Auftakt durch Alcoa , der am Vortag in New York am Markt für Verstimmung gesorgt hatte, läuft die Berichtssaison erst im weiteren Wochenverlauf richtig an. Vorbörslich sorgten lediglich Resultate von einem Nebenwert für Aufsehen: Aktien des Techologieunternehmens Fortinet sackten nach enttäuschenden vorläufigen Zahlen um fast 15 Prozent ab.

Darüber hinaus dürften die Blicke weiterhin auf den zuletzt bewegten Ölsektor gerichtet bleiben. Aktien wie ExxonMobil oder Chevron könnten davon profitieren, dass die Preise für das "schwarze Gold" zuletzt wieder leicht gestiegen sind. Am Ölmarkt wird das Geschehen weiterhin davon bestimmt, ob eine von der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland abgesprochene Kürzung der Fördermenge gelingt./tih/fbr

(AWP)