Aktien New York Ausblick: Kaum verändert vor Treffen mit Chinas Staatschef

Die Anleger an der Wall Street dürften am Donnerstag weiterhin die neusten Signale für eine Verringerung der aufgeblähten US-Notenbankbilanz verdauen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 0,04 Prozent im Plus auf 20 657 Punkte.
06.04.2017 14:45

Am Mittwoch waren die wichtigsten US-Aktienindizes ins Minus gerutscht, nachdem die Notenbank eine etwas straffere Geldpolitik angedeutet hatte. Am Donnerstag geriet dann insbesondere der japanische Aktienmarkt unter Druck. Gefragt waren dagegen als sicher empfundene Anlagen wie etwa Gold.

Als bislang einziger führender Währungshüter der Welt arbeitet die Fed an einer Abkehr vom Krisenmodus der Geldpolitik. Konkret geht es um die Verringerung der auf 4,5 Billionen US-Dollar aufgeblähten Bilanz der Notenbank. Die ist eine Folge der jahrelangen und seit längerem beendeten Wertpapierkäufe der Fed, die während der Finanzkrise zur Stützung der Konjunktur begonnen wurden. Die Fed reinvestiert weiterhin Erträge aus fälligen Wertpapieren, was die Geldflut im Finanzsektor zwar nicht erhöht, aber extrem hoch hält. Diese "Reinvestitionspolitik" soll demnächst beendet oder verlangsamt werden, mit der Folge, dass die Geldflut langsam abnimmt. Gerade diese Geldflut treibt aber seit Jahren die Aktienmärkte.

Weiteres Thema am Markt ist das erste Treffen des neuen US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Die Begegnung beginnt am Nachmittag (Ortszeit) in Mar-a-Lago, dem Privatdomizil des Republikaners in Florida. Das Thema China hat vor allem mit Blick auf Ungleichgewichte in der Handelsbilanz Trumps Präsidentschaftswahlkampf mitgeprägt.

Unter den Einzelwerten stiegen derweil im vorbörslichen US-Handel die Aktien von Costco um knapp 2 Prozent. Der Einzelhändler hatte im März mit seinem Umsatz auf vergleichbarer Fläche positiv überrascht./la/das

(AWP)