Aktien New York Ausblick: Kaum Veränderung nach Rekordjagd

Der Rekordjagd an der Wall Street scheint am Dienstag zunächst etwas der Schwung auszugehen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial kaum verändert auf 20 420 Punkte. Angetrieben von den Steuerversprechen des neuen US-Präsidenten Donald Trump war das wichtigste Börsenbarometer tags zuvor erstmals in seiner Geschichte über 20 400 Punkte geklettert.
14.02.2017 14:43

Für etwas Verunsicherung und Dollar-Schwäche sorgte seither, dass der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, Michael Flynn, in der Nacht mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Dem zum innersten Zirkel von Trump zählenden Flynn wird vorgeworfen, mit dem russischen Diplomaten Sergei Iwanowitsch Kisljak im Dezember über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und dazu später falsche Angaben gemacht zu haben.

Im Fokus der Finanzmärkte steht aber die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen, die vor dem US-Kongress spricht. "Mit Spannung werden die Finanzmarktteilnehmer verfolgen, wie Yellen den künftigen geldpolitischen Pfad beschreibt", kommentierten Experten der Bank HSBC Trinkaus. Sie gehen davon aus, dass die Fed-Präsidentin den jüngsten Anstieg der Inflation und die nahezu erreichte Vollbeschäftigung als Rechtfertigung für eine Normalisierung der Geldpolitik in den kommenden Monaten heranziehen wird.

Für Aufmerksamkeit sorgten bereits in Europa Gespräche in der Autobranche: Die französische Peugeot-Mutter PSA verhandelt mit General Motors (GM) über den deutschen Autobauer Opel und dessen britische Schwestermarke Vauxhall. Dies bestätigte ein PSA-Sprecher. Opel war auch im vergangenen Jahr nicht wie geplant aus den roten Zahlen herausgekommen. An der Börse kamen die Pläne der Franzosen entsprechend gut an - GM-Papiere kletterten vorbörslich um gut 4 Prozent.

Dagegen ist ein anderer Zusammenschluss geplatzt: Der US-Krankenversicherer Aetna rückte von seinem Plan ab, den Wettbewerber Humana zu übernehmen. Bereits Ende Januar hatte ein US-Gericht die Fusion verboten. Aetna muss Humana nun mit einer Milliarden US-Dollar entschädigen.

Papiere von T-Mobile US gaben nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen vorbörslich leicht nach. Der Wachstumstreiber der Telekom erwirtschaftete 2016 doppelt so viel Überschuss wie ein Jahr zuvor. Mit dem Ausblick blieb die US-Tochter der Bonner schon fast traditionell vorsichtig./ag/das

(AWP)