Aktien New York Ausblick: Kurse stagnieren auf hohem Niveau

Der Wall Street steht am Dienstag weiter Stillstand auf hohem Niveau bevor. Vor den Reden einiger wichtiger US-Währungshüter dürften sich die Anleger erst einmal zurückhalten. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial praktisch unverändert bei 21 406 Punkten.
27.06.2017 14:45

Zum Wochenauftakt hatte der New Yorker Leitindex letztlich nur ein minimales Plus über die Ziellinie gerettet, während es an der Technologiebörse Nasdaq moderat bergab gegangen war. Sämtliche wichtigen Indizes notieren derweil unweit ihrer jüngst noch markierten Rekordstände.

Im weiteren Tagesverlauf werden sich mehrere US-Währungshüter zu Wort melden, darunter die Chefin der Notenbank Fed, Janet Yellen. Zuletzt hatten sich einige Fed-Mitglieder für ein langsameres Tempo bei der weiteren Straffung der Geldpolitik ausgesprochen. Zudem stehen kurz nach dem Handelsstart Daten zum Verbrauchervertrauen auf der Agenda.

Die Aktionäre von T-Mobile US mussten angesichts gedämpfter Fusionshoffnungen einen vorbörslichen Kursrutsch von 5 Prozent verkraften. Beim Poker um die Zukunft des US-Mobilfunkanbieters Sprint bekommt die Deutsche Telekom offenbar Konkurrenz.

Sprint verhandelt laut dem "Wall Street Journal" mit den US-Kabelanbietern Charter Communications und Comcast über eine engere Zusammenarbeit. Während der bis Ende Juli angesetzten Verhandlungen mit den Kabelanbietern lägen die Gespräche mit der Telekom-Tochter auf Eis, hiess es. Sprint-Titel gewannen daraufhin schon vor dem Handelsstart fast 6 Prozent, wogegen Comcast 0,7 Prozent verloren und Charter nicht auffielen.

Für die Titel der Google-Mutter Alphabet ging es angesichts einer Rekordstrafe der EU vorbörslich um weitere 1 Prozent bergab. Der Internetkonzern habe seine dominierende Position bei Produktanzeigen in Suchergebnissen zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht, begründete die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager die Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro. Google hat nun 90 Tage Zeit für Änderungen - ansonsten drohen weitere Strafen von bis zu 5 Prozent vom Tagesumsatz des Mutterkonzerns.

Aktien von General Motors verloren anderthalb Prozent, nachdem der Autobauer sein Absatzziel die branchenweiten Verkäufe in den USA gesenkt hatte. Man gehe nunmehr im laufenden Jahr von knapp über 17 Millionen verkauften Autos aus, sagte das Management in einer Telefonkonferenz. Davor rechnete der Konzern noch mit rund 17,5 Millionen Neuwagen, die branchenweit abgesetzt werden./gl/das

(AWP)