Aktien New York Ausblick: Leichtes Plus erwartet - Ölwerte im Mittelpunkt

Nach einer mehrtägigen Durststrecke dürfte die Wall Street am Montag wieder besser starten. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 0,17 Prozent im Plus bei 20 933 Punkten, nachdem der Leitindex in den vergangenen vier Handelstagen jeweils etwas nachgegeben hatte. Er bleibt aber auf Tuchfühlung zur Marke von 21 000 Punkten.
15.05.2017 15:03

An der Technologiebörse Nasdaq könnte sich indes die Rekordjagd der Vorwoche fortsetzen - selbst mit einer nur zögerlichen Eröffnung. Zur bisherigen Bestmarke von 5691 Punkten fehlen dem Auswahlindex Nasdaq 100 nicht einmal vier Punkte.

Stark gestiegene Ölpreise dürften zu Wochenbeginn die Aktien von Ölkonzernen auf Trab halten. Auslöser dafür waren Aussagen der Energieminister von Russland und Saudi-Arabien, die sich für eine Ausweitung der Fördermengenkürzungen stark machen. Davon profitieren konnten vorbörslich nicht nur die Aktien einschlägiger Branchenunternehmen wie Chevron und ExxonMobil , die vorbörslich jeweils rund 1 Prozent zulegten. Auch bei den Papieren von Branchendienstleistern wie Schlumberger oder Halliburton zeichnen sich vor dem Börsenstart deutliche Gewinne ab.

Nach der beispiellosen Hackerattacke, die am Wochenende weltweit Schlagzeilen machte, dürften ausserdem die Aktien der Hersteller von Anti-Viren-Lösungen am Montag einen Blick wert sein. Symantec etwa rückten vorbörslich sehr deutlich um mehr als 4 Prozent vor.

Ansonsten blieb die Nachrichtenlage bei Einzelwerten vergleichsweise ruhig. Unter den Nebenwerten schossen die Papiere des Pharmazulieferers Patheon vorbörslich um fast ein Drittel nach oben. Der Technologiekonzern Thermo Fisher liebäugelt hier mit einer Übernahme. In der Berichtssaison stehen erst im Wochenverlauf mit Einzelhändlern wie Wal-Mart , Staples und Target noch einige Nachzügler auf der Agenda.

Interesse könnten ausserdem noch vereinzelte Analystenkommentare auf sich ziehen: Papiere von Cisco etwa profitierten vorbörslich mit fast 2 Prozent Plus von einer optimistischeren Einschätzung durch die Experten von Morgan Stanley. Ihre Empfehlung für die Tesla-Aktie strichen die Analysten dagegen und schickten sie damit um 2 Prozent abwärts - zumal Goldman das eigene Verkaufsvotum bestätigte. Ein neues "Overweight" von JPMorgan liess ausserdem die Papiere von Johnson & Johnson vorbörslich um gut 1 Prozent steigen./tih/ag

(AWP)