Aktien New York Ausblick: Markt tritt auf der Stelle - Apple-Steuern im Blick

NEW YORK (awp international) - Die Wall Street dürfte am Dienstag nur wenig verändert in die vorletzte Handelssitzung des Monats starten. "Die Aufregung rund um die Rede von Janet Yellen in Jackson Hole ist abgeklungen", sagte Mike van Dulken von Accendo Markets. Im Gegensatz zum US-Dollar, der in den vergangenen Tagen kräftigen Aufwind verspürte, haben sich Anleger am Aktienmarkt bislang nicht klar dazu positioniert, dass die Chancen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA nach den Aussagen der Notenbankchefin wieder gestiegen sind.
30.08.2016 14:47

Daran dürfte sich auch am Dienstag nur wenig ändern: Das Handelshaus IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn kaum verändert bei 18 495 Punkten, nachdem der US-Leitindex am Freitag zunächst leichter auf die Yellen-Rede reagierte, am Vortag aber ein halbes Prozent gewonnen hatte. Mit dem gestrigen Schlusskurs nahe 18 503 Punkten steuert er derzeit auf einen knappen Monatsgewinn von rund 0,40 Prozent zu.

Nach Einschätzung von van Dulken setzen Anleger derzeit darauf, dass die Geschwindigkeit der Zinsschritte nur langsam, aber stetig sein wird. Letztendlich seien Zinserhöhungen in den USA auch ein Beweis dafür, dass es der weltweit grössten Volkswirtschaft nach wie vor gut gehe, merkte der Experte an. Vorerst glaubt er deshalb an ein ruhiges Handelsumfeld bis am Freitag der offizielle Arbeitsmarktbericht ansteht. Am Markt verspricht man sich davon neue Hinweise, ob und wann zukünftige geldpolitische Massnahmen denkbar sind.

Apple wurden vorbörslich mit minus 1 Prozent davon belastet, dass die EU-Kommission eine Steuernachzahlung von um die 13 Milliarden Euro an den irischen Staat fordert. Irland widersetzt sich dem aber genauso wie der Smartphone-Hersteller selbst, der gegen den gigantischen Steuerbescheid in Berufung gehen will. Anleger blicken derweil auch gespannt auf eine für den 7. September angekündigte Produktvorstellung, bei dem ein neues iPhone-Modell erwartet wird.

Ein grösserer Kursrutsch deutet sich bei den Papieren von Hershey an. Sie brachen vorbörslich um rund 11 Prozent ein, nachdem Mondelez das Werben um den Schokoladenkonzern aufgegeben hat. Dessen Chefin Irene Rosenfeld zeigte sich enttäuscht darüber, das Hershey ein Angebot über 23 Milliarden Dollar mit klaren Worten ablehnte. Aktionäre von Mondelez reagierten zunächst erleichtert: Vorbörslich legten die Papiere des Milka-Herstellers um fast 3 Prozent zu.

Mit Abercrombie & Fitch gab es zudem noch einen Nachzügler der Berichtssaison. Ein höher als erwarteter Verlust im zweiten Quartal schickte die Papiere der Textilhandelskette im vorbörslichen Geschäft mit 14 Prozent auf Talfahrt./tih/das

(AWP)