Aktien New York Ausblick: Minimal schwächer - Ölpreise sacken wieder ab

Der schwache Ölpreis dürfte am Donnerstag die Laune der Anleger an der New Yorker Wall Street etwas dämpfen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,06 Prozent tiefer auf 20'843 Punkte.
09.03.2017 14:51

Seitdem der US-Leitindex am 1. März erstmals die Hürde von 21'000 Punkten genommen und bei 21'169 Zählern ein Rekordhoch markiert hatte, war es beständig, aber dennoch nur in kleinen Schritten wieder abwärts gegangen. Das dürfte sich vorerst fortsetzen, zumal die Anleger vor allem auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht für Februar warten. Experten gehen inzwischen fest davon aus, dass dieser ihre These einer kurz bevorstehenden nächsten Leitzinsanhebung durch die Fed weiter untermauern wird. Die US-Notenbank entscheidet am 15. März über die Zinsen.

Derweil gab es am Ölmarkt erneut einen rasanten Preisrutsch. Binnen Minuten sackten die Preise am Donnerstag um jeweils über einen Dollar auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Bereits am Vortag hatten die Ölpreise spürbar nachgegeben und sich an diesem Morgen zunächst wieder etwas erholt. Händler verwiesen auf den unerwartet kräftigen Anstieg der Ölreserven in den USA, der auf ein hohes Angebot hindeute. Die entsprechenden Daten waren am Vortag bekannt gegeben worden. Seit mittlerweile neun Wochen sind die US-Rohöllagerbestände mehr oder weniger stark gestiegen, zuletzt auf ein neues Rekordniveau.

Das dürfte die Aktien der Ölgesellschaften ExxonMobil und Chevron weiter drücken, die bereits am Vortag um jeweils fast 2 Prozent nachgegeben hatten. Sie gaben nun vorbörslich um ein weiteres halbes Prozent nach.

Die Anteilsscheine des Kunstglas- und Chemieprodukte-Herstellers PPG Industries gaben vor dem Handelsstart um 1,7 Prozent nach. Der niederländische Farben- und Chemikalienkonzern Akzo Nobel lehnte die Übernahmeofferte des US-Konkurrenten als substanziell zu niedrig ab und erwägt nun eine Aufspaltung.

AIG gewannen vorbörslich 1,8 Prozent. Der Versicherer informierte darüber, dass Vorstandschef Peter Hancock das Unternehmen verlassen werde. Investoren wie Carl Icahn und John Paulson hatten Druck gemacht, nachdem in vier von sechs Quartalen Verluste geschrieben wurden.

Wenig verändert zeigten sich die Aktien von General Electric (GE) mit minus 0,2 Prozent. Der französische Versorger Suez übernimmt zusammen mit einem kanadischen Fonds die Wassersparte des Mischkonzerns. Der Firmenwert beträgt 3,2 Milliarden Euro.

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(AWP)