Aktien New York Ausblick: Nach Vortagserholung kaum verändert erwartet

Nach der Kurserholung vom Vortag scheint die Luft an der Wall Street zur Wochenmitte zunächst schon wieder raus zu sein. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,08 Prozent im Minus bei 20 684 Punkten, nachdem er am Dienstag eine achttägige Durststrecke beendet hatte.
29.03.2017 15:07

Börsianern zufolge nehmen Anleger nun schon wieder eine abwartende Haltung ein - auch mit Blick auf die nächsten Schritte von US-Präsident Donald Trump, der zuletzt mit seiner Gesundheitsreform gescheitert war. Am Dienstag hatte dieser sein nächstes Dekret unterzeichnet, das einer radikale Abkehr von der Klimapolitik seines Vorgängers Barack Obama gleichkommt.

Angesichts der jüngsten Schwankungen des Ölpreises, die auch am Aktienmarkt Spuren hinterlassen hatten, steht auf der Konjunkturseite der Ölmarktbericht im Fokus. Zudem stehen die schwebenden Hausverkäufen auf der Agenda. Auch könnten die Reden einiger US-Währungshüter einen Blick wert sein, bei denen üblicherweise auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik der Fed geachtet wird. Bislang deutet vieles auf insgesamt drei Zinsschritte in diesem Jahr hin, von denen einer bereits vollzogen wurde.

Bei den Einzelwerten standen vorbörsliche Kursbewegungen vor allem mit Analystenkommentaren im Zusammenhang. Kursgewinne von 1 Prozent waren bei den Aktien von Morgan Stanley zu beobachten, nachdem die Deutsche Bank die Titel nunmehr zum Kauf empfiehlt. Analyst Matt O-Connor begründete dies mit dem jüngsten Kursrutsch und seiner Erwartung, dass sich das Geschäft mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen (FICC) schneller und kräftiger verbessern werde als erwartet.

Die Experten von Barclays haben derweil den kompletten Internetsektor neu gestartet. Die einzigen beiden "Underweight"-Empfehlungen des Analysehauses, Groupon und Twitter, notierten vorbörslich 2 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent im Minus. Weitere Branchengrössen wie Amazon , Facebook oder der Google-Muttkonzern Alphabet nahm Analyst Ross Sandler dagegen mit einem optimistischen "Overweight"-Votum in die Bewertung auf.

Bei dem am Nachmittag erwarteten US-Öllagerbeständen wird mit einem Anstieg der Ölreserven um 2,0 Millionen Barrel gerechnet. Er könnte dem Ölmarkt neue Impulse versetzen - und damit auch den Aktien von Konzernen wie ExxonMobil oder Chevron . Bisher haben die Ölpreise ihre moderate Erholung am Mittwoch fortgesetzt: Nach wie vor sorgten Lieferausfälle in Libyen wegen einer inaktiven Pipeline für etwas Preisauftrieb./tih/mis

(AWP)