Aktien New York Ausblick: Nordkorea-Krise sorgt für weitere moderate Verluste

An der Wall Street zeichnen sich angesichts der anhaltenden Nordkorea-Krise weitere moderate Kursverluste ab. Damit dürfte sich die Wall Street am Donnerstag aber erneut besser behaupten als die Aktienmärkte in Europa und insbesondere in Asien. Etwas schwächer als erwartet ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten liessen die Kurse vorbörslich weitgehend kalt.
10.08.2017 15:05

Über eine halbe Stunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,25 Prozent im Minus bei 21 994 Punkten. Damit steuert der US-Leitindex auf den dritten schwächeren Tag in Folge zu. Zuvor hatte ihn seine Rekordjagd allerdings erstmals über die Marke von 22 000 Punkten klettern lassen.

In den USA hatte sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Juli entgegen dem erwarteten leichten Anstieg weiter abgeschwächt, wie aus Daten des US-Arbeitsministeriums hervorgeht. Damit ist von Inflationsdruck weiter nur wenig zu sehen. Zudem stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein wenig stärker als von Analysten prognostiziert.

Als Nachzügler der US-Berichtssaison informierten die Handelsunternehmen Macy's und Kohl's über ihre Geschäftsentwicklung im vergangene Quartal. Diese fiel jeweils besser als erwartet aus. Doch während Macy's-Aktien vorbörslich um knapp ein Prozent stiegen, ging es für Kohl's um fast zweieinhalb Prozent bergab.

Bereits am Mittwoch nach Handelsende hatte 21st Century Fox Zahlen vorgelegt. Diese zeigten, dass der Unterhaltungskonzern im vergangenen Geschäftsquartal wegen mangelnder Kinohits einen deutlichen Gewinnrückgang erlitten hatte. Die Erlöse waren zwar gestiegen, blieben aber dennoch hinter den Analystenerwartungen zurück. Zudem könnte sich die geplante Übernahme des britischen Bezahl-TV-Anbieters Sky bis Mitte 2018 hinziehen. Vor dem Handelsstart gewannen die Aktien dennoch knapp drei Prozent.

Erst nach der heutigen Schlussglocke an der Wall Street legen der Medienkonzern News Corp , der Grafikprozessoren-Hersteller Nvidia und Snap - der Betreiber der populären Fotoapp Snapchat - Rechenschaft über ihre Geschäftsentwicklung ab. Vor über vier Jahren war das vom US-Medienmogul Rupert Murdoch gesteuerte Medienkonglomerat News Corp in den Medienkonzern, der den alten Namen weiterführt, sowie das Unterhaltungsunternehmen 21st Century Fox aufgespalten worden./gl/tos

(AWP)