Aktien New York Ausblick: Starke Konjunkturdaten stützen die US-Börsen

Robuste Konjunkturdaten aus den USA dürften am Dienstag für stabile Aktienkurse an der Wall Street sorgen. Rund eine Stunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,16 Prozent höher auf 22 029 Punkte. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli deutlich stärker als erwartet. Ebenfalls deutlich stärker als erwartet hellte sich im August die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York auf, wie der Blick auf den Empire-State-Index zeigte.
15.08.2017 14:59

Im Konflikt um Nordkorea gibt es Hinweise auf eine leichte Entspannung. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt. Experten werten dies als Versuch, die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu entschärfen. "Händler sind beim Kauf von Aktien nun wieder etwas zuversichtlicher", schrieb Marktexperte David Madden von CMC Markets.

Am Dienstag vergangener Woche war der Dow Jones Index auf ein Rekordhoch von 22 179 Punkten gestiegen. Anschliessend hatten die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea die Kurse jedoch nach unten gedrückt.

Unternehmensseitig steht mit Quartalszahlen an diesem Tag der Baumarktkonzern Home Depot im Fokus. Dieser hob nach einem starken zweiten Quartal zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Gesamtjahr an. Der Aktie fiel dennoch vorbörslich um 0,8 Prozent, war allerdings in den vergangenen Wochen gut gelaufen. Auf vergleichbarer Basis dürfte der Umsatz 2017 nach Unternehmensangaben vermutlich um 5,5 Prozent steigen und der Gewinn je Aktie auf 7,29 US-Dollar zulegen. Dies ist mehr als Analysten im Schnitt erwarten.

Ein möglicher Teilverkauf sorgte bei Teva Pharmaceuticals für vorbörsliche Käufe. Die Papiere des israelischen Pharmakonzerns gewannen vor dem Börsenstart 1,5 Prozent. Kreisen zufolge erwägt das Unternehmen den Verkauf des europäischen Geschäfts mit Krebsmedikamenten und Schmerzmitteln.

Fiat Chrysler gaben zugleich um 1,5 Prozent nach. Am Montag hatten Medienberichte über eine mögliche Übernahme Fiat Chryslers durch einen grossen chinesischen Automobilhersteller den Aktienkurs um mehr als 8 Prozent nach oben getrieben. Der Analyst Adam James von Morgan Stanley hält eine solche Übernahme für durchaus möglich: Chinas Regierung habe die heimischen Hersteller ermuntert, ihre Präsenz auf den weltweiten Märkten auch durch Zukäufe zu stärken.

Papiere der Luxuskaufhauskette Coach büssten nach Quartalszahlen vorbörslich 8,5 Prozent ein. Das Unternehmen hat im vierten Geschäftsquartal weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum./bek/ck/stb

(AWP)