Aktien New York Ausblick: Weitere Verluste an Tech-Börse Nasdaq - Dow stabil

Die Anleger an der Wall Street müssen sich nach dem jüngsten Kursrutsch an der US-Technologiebörse Nasdaq am Montag erneut auf einen zweigeteilten Markt einrichten. Während die Verluste bei den Standardwerten minimal ausfallen dürften, droht der Nasdaq ein deutlicheres Minus. Vor allem Schwergewicht Apple drohen weitere Verluste.
12.06.2017 14:49

Apple und etliche andere amerikanische Tech-Schwergewichte waren am Freitag deutlich abgesackt. Dies hatte die seit Jahresbeginn stark gelaufenen Nasdaq-Indizes tief in die Verlustzone gezogen.

Eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart liess der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial ein Minus von 0,07 Prozent erwarten. Er hatte sich vor dem Wochenende letztlich als einziger wichtiger US-Index im Plus behauptet. Beim technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100, der knapp zweieinhalb Prozent eingebüsst hatte, deutete der Future indes auf einen Kursrückgang um weitere 0,94 Prozent hin.

Die Aktien von Apple sackten nach dem Rutsch von fast 4 Prozent am Freitag vorbörslich um weitere 1,74 Prozent ab. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, der Zweifel an der technischen Wettbewerbsfähigkeit des kommenden iPhone 8 genährt hatte. So soll das Smartphone nicht mit den Datengeschwindigkeiten der Konkurrenzgeräte von Samsung mithalten können.

Während Analyst Abhey Lamba vom Investmenthaus Mizuho Securities seine Kaufempfehlung für die Apple-Aktie aufgab, reduzierte Jim Suva von der US-Bank Citigroup seine Schätzungen für das laufende Jahr. Ein iPhone 8 Modell mit OLED-Bildschirm werde wohl nicht vor Oktober oder November in grösseren Stückzahlen zu haben sein, schrieb der Experte in seiner Studie. Genau dieses Modell dürften aber viele der Kunden haben wollen.

Ein ähnliches Schicksal wie der Apple-Aktie droht den Titeln des Halbleiterherstellers Micron, der als wichtiger Zulieferer gilt: Sie dürften mit minus 1,47 Prozent an ihren fast sechsprozentigen Kurseinbruch vor dem Wochenende anknüpfen.

Auch die anderen Tech-Schwergewichte wie der Internet-Händler Amazon , das Online-Netzwerk Facebook und der Softwarekonzern Microsoft verzeichneten vorbörslich weitere Verluste - letzteren half auch die Ankündigung eines leistungsstärkeren Nachfolgers der Spielekonsole Xbox One nicht auf die Sprünge.

Allerdings gab es auch positive Nachrichten. So legten General-Electric-Papiere nach der Ankündigung eines neuen Chefs um 3,61 Prozent zu. John Flannery, der bisher das Medizintechnikgeschäft des Industriekonzerns leitet, werde ab 1. August den Vorstandsvorsitz von Jeffrey Immelt übernehmen, teilte das Unternehmen überraschend mit. Immelt bleibt noch bis Ende des Jahres Chef des Verwaltungsrates, bis Flannery auch diesen Posten übernimmt./gl/das

(AWP)