Aktien New York Ausblick: Zurückhaltung nach am Ende eines starken Quartals

Die US-Börsen werden am letzten Handelstag des ersten Quartals geringfügig schwächer erwartet. Börsianer verwiesen darauf, dass die Anleger nach dem bislang starken Jahresverlauf erst einmal keine weiteren Risiken eingingen. Am Freitag taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,07 Prozent tiefer auf 20 653 Punkte.
31.03.2017 15:00

Auch wenn die Rally des Index in den vergangenen Wochen ins Stocken geriet, steuert er auf ein Quartalsplus von aktuell fast 5 Prozent zu. Dies wäre der kräftigste Anstieg in einem Auftaktquartal seit immerhin vier Jahren. Im März hat der Dow bislang aber ein kleines Minus eingefahren - trotz moderater Gewinne im bisherigen Wochenverlauf.

Während der Dow von seiner Bestmarke bei 21 169 Punkten noch ein Stück weit entfernt liegt, bleibt es diesbezüglich unter den Technologiewerten spannender. Der Auswahlindex Nasdaq 100 hatte erst am Vortag einen neuen Rekordstand erreicht. Im Gegensatz zu den Standardwerten legte er im März weiter zu und baute sein Quartalsplus auf fast 12 Prozent aus. Der breiter gefasste S&P 500 hat seit dem Jahreswechsel fast 6 Prozent an Wert gewonnen.

Frischen Wind könnten zu Wochenschluss nochmals neue Wirtschaftsdaten aus den USA bringen. Nach dem Handelsauftakt werden unter anderem der Einkaufsmanagerindex aus der Region Chicago sowie das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Ausserdem dürften Anleger auch weiterhin auf Aussagen der US-Notenbank Fed sowie der US-Regierung achten.

Bei den Einzelwerten im Dow dürften zu Wochenschluss die Aktie von Dupont einen Blick wert sein. Der Chemiekonzern gibt wie angekündigt Teile seines Pflanzenschutzgeschäfts abgibt. Der Schritt dient den Vorgaben der EU-Kommission für die geplante Megafusion mit Dow Chemical . Im Gegenzug erhält der US-Konzern von der FMC Corporation Geschäftsteile im Gesundheits- und Ernährungsbereich sowie 1,2 Milliarden US-Dollar in bar. Die FMC-Papiere schnellten vorbörslich um fast 15 Prozent hoch.

Mit einer Übernahme voran kommt auch der Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson , dessen Papiere vorbörslich aber tendierten. Wie ein provisorisches Zwischenergebnis der Offerte für Actelion ergab, beträgt der Anteil an dem Schweizer Unternehmen zum Ende der Angebotsfrist 77,20 Prozent. Damit gilt die Bedingung von mindestens 67 Prozent als erfüllt. Zudem besteht nach der nun ausgelaufenen Angebotsfrist die Möglichkeit einer Nachfrist.

Im Blick dürften auch einmal mehr die zuletzt stark vom Ölpreis bewegten Energiewerte. Vorbörslich zeigten sich ExxonMobil und Chevron aus dem Dow aber nur wenig davon bewegt, dass der Preis für das "schwarze Gold" seine Erholung der vergangenen Tage am Freitag vorerst stoppte./tih/mis

(AWP)