Aktien New York: Dow berappelt sich nach Vortagespleite

Nach dem Rückschlag vom Vortag haben sich die Anleger an den US-Aktienmärkten zur Wochenmitte wieder aus der Deckung gewagt. Angeführt wurde die Erholung von erneut starken Finanzwerten. Leicht positiv wirkten sich neueste Daten vom US-Immobilienmarkt sowie der eher durchwachsene Ölbericht des US-Energieministeriums aus.
28.06.2017 17:24

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,61 Prozent auf 21 441,02 Punkte und machte damit seinen Vortagesverlust wett. Am Dienstag hatte der US-Leitindex rund ein halbes Prozent eingebüsst und damit den stärksten Rückgang seit Mitte Mai verzeichnet.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Mittwoch um 0,72 Prozent auf 2436,76 Punkte zu. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,68 Prozent auf 5710,28 Punkte aufwärts, nachdem er am Dienstag um rund 1,8 Prozent abgesackt war. Dabei hatte die Anlegerskepsis über das aktuell recht hohe Bewertungsniveau der Technologiewerte belastet.

Aus Branchensicht waren erneut Finanzaktien am stärksten gefragt. Damit gehe die Branchenrotation weiter, sagte ein Händler. Die Attraktivität der Finanzwerte reflektiere auch die Markterwartung weiter steigender Zinsen in den USA. So stiegen die Aktien von JPMorgan und American Express um jeweils rund 1 Prozent und gehörten damit zu den Top-Werten im Dow. Die Papiere der Bank of America waren wie schon am Vortag Spitzenreiter im S&P-500-Index. Zuletzt notierten sie 2,2 Prozent höher.

Dagegen entwickelten sich die Titel der Google-Mutter Alphabet mit einem Minus von 0,2 Prozent erneut unterdurchschnittlich. Am Dienstag hatten sie aufgrund einer Rekordstrafe der EU-Kommission rund 2,5 Prozent an Wert verloren.

Der vor der Übernahme durch Bayer stehende US-Agrarkonzern Monsanto ist weiter im Aufwind. Das Ende Mai ausgelaufene dritte Quartal entwickelte sich dank guter Geschäfte mit Saatgut für Sojabohnen besser als erwartet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,93 Dollar, was deutlich mehr war als Analysten erwartet hatten. Monsanto-Anteilsscheine verteuerten sich um rund 1 Prozent.

Die Aktien von Spectranetics schossen nach einem Übernahmeangebot des Elektrokonzerns Philips um 26,32 Prozent auf 38,40 Dollar nach oben. Philips bietet 38,50 Dollar je Spectranetics-Aktie. Das Medizintechnik-Unternehmen wird mit rund 1,9 Milliarden Euro bewertet und will mit 900 Mitarbeitern in diesem Jahr bis zu 306 Millionen Dollar umsetzen./edh/jha/

(AWP)