Aktien New York: Dow erholt sich von schwachen US-Konjunkturdaten

Die US-Aktienmärkte haben sich am Donnerstag von ihren anfänglichen Verlusten erholt und im Verlauf fester tendiert. Zunächst hatten erneut schwache Konjunkturdaten nochmals für erhebliche Belastung gesorgt. Im weiteren Verlauf setzte sich Händlern zufolge aber die Einschätzung durch, dass damit auch die Chancen auf eine baldige US-Zinssenkung gestiegen seien. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Lockerung bereits auf ihrer nächsten US-Notenbanksitzung Ende Oktober stieg auf 90 Prozent.
03.10.2019 19:52

Der Dow Jones Industrial legte um 0,41 Prozent auf 26 186,80 Zähler zu. Im frühen Handel war er noch um mehr als 1 Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende August abgerutscht. Der marktbreite S&P 500 gewann zuletzt 0,72 Prozent auf 2908,41 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,17 Prozent auf 7639,36 Zähler aufwärts.

Die Stimmung der US-Dienstleister hatte sich im September unerwartet deutlich verschlechtert und war auf den tiefsten Stand seit gut drei Jahren gefallen. Der starke Rückgang folgt auf einen ebenfalls kräftigen Rücksetzer des ISM-Index für die Industrie. Dieser war am Dienstag auf den tiefsten Stand seit etwa zehn Jahren gefallen. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

Für Gesprächsstoff sorgte am Donnerstag auch, dass die USA in ihren globalen Handelsstreitigkeiten ein neues Kapitel mit der EU öffneten. Nach dem grünen Licht der Welthandelsorganisation (WTO) für geplante Vergeltungsmassnahmen wegen rechtswidriger EU-Subventionen kündigte die US-Regierung am Vorabend nach Börsenschluss Strafzölle von 10 Prozent auf die Einfuhr von europäischen Flugzeugen in die USA an. Bei zahlreichen anderen Produkten sollen diese sogar 25 Prozent betragen.

Allgemein überwogen am Donnerstag negative Unternehmensnachrichten. So fielen die Tesla-Papiere um 5 Prozent. Der US-Elektroautobauer hatte im dritten Quartal zwar einen Auslieferungsrekord erreicht. Die 97 000 an die Kundschaft gebrachten Autos trafen am Markt aber auf enttäuschte Gesichter. Dies war lediglich ein Anstieg von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorquartal und weniger als der ehrgeizige Firmenchef Elon Musk zuletzt in Aussicht gestellt hatte.

Die Aktien von GoPro brachen um fast 20 Prozent ein. Der Kamerahersteller hatte seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr gekürzt und darauf hingewiesen, dass sich die Einführung eines neuen Produkts verzögert, das als Hoffnungsträger gehandelt wird.

Für Pepsico ging es hingegen nach starken Quartalszahlen um 3,8 Prozent nach oben. Sowohl die Entwicklung des Gewinns als auch der Umsätze aus eigener Kraft übertrafen die Erwartungen. Ausserdem machte der Brausehersteller Hoffnung darauf, dass er im Gesamtjahr die eigene Erlösprognose übertreffen kann./edh/he

(AWP)

 

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