Aktien New York: Dow erreicht Rekordstand - 20 000 Punkte vor Augen

NEW YORK (awp international) - Die US-Börsen haben am Dienstag ihren Rekordkurs wieder aufgenommen. Der Dow Jones Industrial erreichte im turbulenten Frühhandel eine Bestmarke bei 19 987 Punkten, pendelte sich dann aber leicht darunter ein. Zuletzt stand der US-Leitindex noch mit 0,45 Prozent im Plus bei 19 971,78 Zählern. Er pirschte sich damit bis auf wenige Punkte an die 20 000-Punkte-Marke heran. Ein ersehnter Angriff auf die Schwelle blieb dem Leitindex jedoch weiterhin verwehrt.
20.12.2016 20:03

"Die Aktienmärkte nehmen die geopolitischen Bedenken gelassen hin", sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets mit Blick darauf, dass es trotz des Anschlags in Berlin und des Attentats in Ankara zuvor auch an den Europa-Börsen freundlich zugegangen war. Auch die übrigen New Yorker Indizes haben ihre Bestmarken in Griffnähe. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,31 Prozent auf 2269,52 Zähler, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,36 Prozent auf 4952,65 Zähler stieg.

Die freundliche Tendenz an der Wall Street wurde unter anderem angeführt von den Finanzwerten, deren Teilindex um fast 1 Prozent stieg. Aktien von Goldman Sachs gehörten im Dow mit einem Aufschlag von fast 2 Prozent zu den Favoriten. Bank of America legten ausserdem um etwa 1 Prozent zu, nachdem das Finanzhaus den Verkauf seines britischen Kreditkartengeschäfts an die Grossbank Lloyds bekannt gegeben hatte.

Auch einige Geschäftsberichte standen am Dienstag im Blickfeld. Anteile des Smartphone-Herstellers Blackberry kletterten um 1 Prozent, nachdem dieser mit dem dritten Geschäftsquartal und seinem Ausblick überzeugt hatte. General Mills dagegen rutschten nach enttäuschenden Umsätzen im zweiten Quartal um rund 3 Prozent ab.

Nachbörslich berichtet neben dem Logistikkonzern Fedex auch Nike vom Abschneiden im zweiten Geschäftsquartal. , Papiere des Sportartikelherstellers erlebten am Dienstag mit etwas mehr als 2 Prozent Plus einen gewissen Vorschuss und nahmen damit die Spitze im Dow Jones ein.

Beim Gasekonzern Praxair führte die Einigung auf eine Fusion mit dem deutschen Konkurrenten Linde zu einem Kursverlust von mehr als 4 Prozent. Eckpunkte der geplanten Verschmelzung zum weltweit grössten Industriegase-Konzern sind, dass der bisherige Praxair-Chef Steve Angel Vorstandsvorsitzender wird, während der bisherige Linde-Chefkontrolleur Wolfgang Reitzle den Vorsitz im Aufsichtsrat bekommen soll.

Die Nachricht, dass der schweizerische Pharmakonzern Novartis mit Conatus Pharmaceuticals zusammenarbeiten wird, sorgte bei den Papieren des Biotech-Unternehmens für ein Kursspektakel. Sie gingen mit einem Aufschlag von mehr als 150 Prozent durch die Decke. Kooperiert wird bei der Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung von nicht alkoholisch bedingter Leberentzündung./tih/he

(AWP)